iHaveCNit: Percy (2021) – Clark Johnson – MFA + Filmdistribution
Deutscher Kinostart: 01.07.2021
gesehen am 11.12.2021 im Heimkino
Zwei Filme, die man sich ohne Probleme in diesem Jahr in einem Double-Feature zum Thema Agrarwirtschaft ansehen könnte, sind zum einen das französische Drama „Das Land Meines Vaters“ und zum anderen Clark Johnsons „Percy“. Mit einem gewissen zeitlichen Versatz kamen beide Filme in die Kinos. Während ich den französischen Film im Kino sehen konnte, war das für „Percy“ aufgrund der Masse an Kinostarts zu seinem Startdatum leider nicht möglich, so dass ich ihn im Heimkino nachgeholt habe.
Percy Schmeiser ist ein Farmer, der sich ohne die Abhängigkeit von großen Konzernen autark selbst versorgt und als „Seed Saver“ aus jeder Ernte eigenes Saatgut für kommende Ernten aufhebt. Als jedoch aus einer Erntesaison die genetische Sequenzierung seines Saatgutes identisch ist mit Saatgut des Konzerns Monsanto, wird er von dem riesigen Chemiekonzern auf Schadensersatz verklagt. Percy ist sich jedoch keiner Schuld bewusst und nimmt den aussichtslosen Kampf gegen den Konzern auf.
Die Geschichte von Percy Schmeiser beruht auf wahren Begebenheiten, genau wie der andere französische Film, den ich bereits eingangs erwähnt habe. Während der französische Film eher das persönliche intime Drama im Fokus hatte, ist es bei „Percy“ eher die öffentliche, mediale und rechtliche Seite mit ihren Auswirkungen auf das persönliche Drama. Mit 96 Minuten handelt der Film das gesamte Thema sehr routiniert ab und vielleicht etwas zu schnell und oberflächlich, da sowohl neben dem persönlichen Drama auch der Rechtsstreit und die mediale, ökoaktivistische Seite des Themas betrachtet wird. Neben Christina Ricci und Zach Braff in den engagierten Nebenrollen bekommen wir eine großartige Performance von Christopher Walken in der Hauptrolle geboten.
„Percy“ - My First Look – 7/10 Punkte.