Review


Inhalt:

Shanghai..., in den 1930er Jahren. Nicht nur die Japaner machen sich in der Stadt breit..., die Vergnügungsviertel befinden sich in der Hand der Triaden, die mit eiserner Faust agieren.
Der KungFu-Fighter Ma Yung Chen (Jimmy Wang Yu), der "Boxer aus Shantung" wie man ihn nannte, hatte einst zu hoch gepokert. Er verliert im Kampf gegen die Übermacht der Triaden sein Leben.
Seine Freundin (Chi Lan) und eine seiner Schwestern, Ma Su-Chin (Cindy Tang Hsin), blieben in der Stadt. Und Ma Su-Chin gerät in die Gewalt der Gangster um deren Oberboss (Lui Ming).

Dies ruft nun die Familie von Ma Yung Chen auf den Plan..., diese kommt aus Shantung..., um Ma´s Tod zu rächen, und Ma Su-Chin aus den Händen der Triaden zu befreien.
Ma´s Mutter..., "Mama Kung Fu" (Hsieh Chin-Chu aka Tse Gam Yuk) genannt, sowie die 2. (Hung Chin-Lien) und 3. Tochter, die schöne Ma Ei-Chin (Chang Ching-Ching), wollen es mit der Bande aufnehmen...!
Sie finden zunächst ein Domizil in Shanghai, als dieses von den Triaden abgefackelt wird, weicht die Familie in ein Fischerdorf an der Küste aus.
Es kommt zu zahlreichen Kämpfen..., Ma Ei-Chin kann gar einen der Schergen (Liu Chu) der Gangster gefangen nehmen..., doch die haben einen überaus gefährlichen japanischen Fighter (Lung Fei) in ihren Reihen.

Es kommt schließlich zum alles entscheidenden Kampf um Leben oder Tod..., zum brutalen, blutigen Show-Down.....!


Fazit:

Eng angelehnt an den KungFu-Action-Hit "Boxer from Shantung" ("Der Pirat von Shantung", siehe mein Review auf dieser website), den Meister-Regisseur Chang Cheh im Jahre 1972 für die Shaw Brothers realisierte, entstand hier ein Jahr später unter der Regie von Kim Lung (aka Chien Lung) für die Studios von "Jung An" ein knallharter, reinrassiger Eastern für die eingefleischten Fans des Genres.

Im Dunstkreis des Eastern-Hits von Chang Cheh und natürlich auch inspiriert durch die harten und auf Realistik in den Fights fußenden Filmen mit Bruce Lee..., erzählt hier Kim Lung eine sehr einfache, nicht immer kohärent inszenierte Story in hell-klaren Bildern und durchaus dichter, typischer Eastern-Atmosphäre.
Oft open air..., und am Meer, an einem Strand an einem Fischerdorf, was hier auch für atmosphärische Bilder sorgt.

Mitunter geht der rote Faden -mir liegt allerdings leider auch nur eine Cut-Version dieses Films vor- etwas verloren..., ist diese simple Rache-Story nicht immer zusammenhängend in Szene gesetzt..., das ist das Manko hier.
Doch diese Story dient einmal mehr lediglich dazu, hier so viele KungFu-Fights wie nur irgendmöglich in etwas mehr als 90 Minuten Laufzeit einzubinden.
Und es wird fast pausenlos gefightet..., ein Kampf folgt auf den anderen, fast 90% dieses Eastern sind KungFu-Action, klar, das die Story da mal auf der Strecke bleibt.
Doch man kann dem ganzen noch gut folgen..., und alles mündet schließlich in KungFu-Action total, in ein blutiges, brutales Finale.

Und was gibt es hier neues?
Diesmal steht eine ältere Frau, eine reife Actrice hier im Zentrum..., "Kung Fu Mama" (so auch der orignäre, passende Zweittitel von "Queen of Fist") räumt auf!
Die Alte, wohl klar über 60, wahrscheinlich gar um die 70, schlägt und tritt die Villains hier zusammen..., wühlt und prügelt die sich durch diesen Streifen.
Hsieh Chin-Chu (aka Tse Gam Yuk) ist diese reife Akteurin..., kalt im Spiel, buckelig und nicht gerade humorvoll veranlagt. Sie sieht nur die Rache für ihren Sohn, und eine ihrer Töchter rauszuhauen.
Das spielt sie entsprechend..., und langt hin.

Um sie junge, schöne Frauen..., vor allem Chang Ching-Ching, Taiwan´s Gegenstück zu Hongkong´s Cheng Pei Pei..., doch hier fightet sie rein per Handkante..., agil und hart.
Cindy Tang Hsin und Hung Chin-Lien sind die anderen beiden Töchter..., und sie schlagen und treten sich ebenfalls durch das dünne Script und diesen reinen, puren KungFu-Actioner.
Die Villains sind natürlich stereotyp, brutal und kalt-böse gezeichnet..., Lui Ming steht an ihrer Spitze, arrogant und natürlich stets um Auswege bemüht wenn es brenzlig-eng wird.

Der Mann für´s Grobe ist hier Lung Fei, und dessen Spezi Shan Mao ist als Gaststar kurz mit dabei.
Und als weiterer Gast, sehr, sehr kurz zu sehen, in der Rolle die im maßgeblichen Streifen "Boxer from Shantung" von Chen Kuan Tai verkörpert wurde, ist hier Genre-Ikone Wang Yu zu erblicken. Ganz kurz aber nur.

Wichtigstes natürlich, die raue, kernige, knallharte KungFu-Action, die fast den ganzen Film ausmacht.
KungFu..., in einem reellen Streetfight-Stil gehalten, das Technische nimmt aber mit der Laufzeit immer mehr Raum ein, ist immer noch klar zu erkennen..., und so wird richtig KungFu gekämpft wenn es drauf ankommt.
Diese Realisitik im Kampf, begründet auf den Filmen mit Bruce Lee in jenen Jahren, auch sie findet man hier in "Queen of Fist".
Ein purer, reiner, konzentriertert KungFu-Actioner, keine Fliegereien oder akrobatischer Schnickschnack, ein echter KungFu-Hit, fast ein Klassiker seines Genres.
Leider ist das Ende in der mir vorliegenden Fassung etwas verstümmelt und fiel teils der Schere zum Opfer, eine Uncut-Fassung -wenn es diese denn gibt- wäre sicher noch höher einzustufen.

Viel gibt es denn zu "Queen of Fist" ("Karate-Lady aus Feuer und Stahl") nicht zu sagen.
Ein knallharter, reeller KungFu-Actioner..., was für die eingefleischten Anhänger des Eastern-Genres.

6/10.

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