Inhalt:
China, nach der bürgerlichen Revolution von 1911. Da Man-Tou (Fong Ching) ist Schäfer, geistig unterbelichtet, weinerlich-schwach und wird dementsprechend gemobbt, er ist ein Außenseiter der Gesellschaft.
Er kommt beim Reiskuchenbäcker Opa Liu (Simon Yuen) unter, kommt aber auch da nicht richtig klar, und möchte KungFu erlernen. Opa Liu und Opa Yu (Shen Lien-Sheng) sind Kumpels, gewitzt und beherrschen ein gutes KungFu. Endlich kann Da Man-Tou ein paar Techniken erlernen.
Der Ort wird von Chi Hsyung (Kwan Ching-Liang) und dessen Schergen Feng Hu (Chang Chi-Ping) terrorisiert. Als die schöne Hsiao Hung (Tao Man-Ming) bedrängt und belästigt wird, deren Mutter (Chao Ting aka Chiu Ting) fast getötet, und Lord Shi (Chang Wei) und dessen Untergebene, der tapfere Wun Bin (Lung Suen), ermordet werden, ist das Maß voll.
Es kommt zum wild-chaotischen Kampf auf Leben oder Tod. Kann es Da Man-Tou, der Schäfer den alle nicht ernst nehmen, gegen Chi Hsyung und Feng Hu aufnehmen...?
Kritik:
Au Backe, nein. Zunächt einmal, der Streifen "Zwei Dreschflegel schlagen alles kurz und klein", ist eine zusammenmontierte Mogel-Packung findiger deutscher Film-Verleiher, die aus 2 völlig unterschiedlichen Filmen einen zusammenschnitten.
Zum einen den originären "Against Rascals with Kung Fu" MIT dem "Drunken Master" Simon Yuen -und OHNE Jackie Chan-, zum anderen "Fearless Hyena" ("Zwei Schlitzohren in der Knochenmühle", siehe mein Review auf dieser Webseite) MIT Jackie Chan -und OHNE "Drunken Master" Simon Yuen-. Der originäre Film wurde dabei eingedampft, und der Jackie-Streifen mehrminütig mit einzelnen Szenen in den Original-Film reingeschnitten, damit ein besser zu vermarktender Film MIT den beiden dabei raussprang.
Das dabei nix Dolles rauskam, liegt auf der Hand. Während "Fearless Hyena" aber für sich genommen, noch ein starker, komödialer Eastern war, ist "Against Rascals with Kung Fu" (aka "Wild Bunch of Kung Fu") nur eine dröge, albern-zotige und schwache KungFu-Klamotte zum Fremdschämen.
In einfachsten Kulissen, atmosphärisch langweilig, wird hier eine so wirre wie dürftige Handlung in Szene gesetzt, ein versuchter Abklatsch der "Drunken Master"-Erfolge mit Jackie Chan und Simon Yuen, ohne Jackie dafür mit Simon Yuen, der aber das dumm-mieserable Filmchen auch nicht hochziehen und damit retten kann.
Die Dinge ziehen sich hin, bis einem nie zuvor so dämlich erlebten "Helden", der wo gegen gelaufen, schwächlich-weinerlich und bescheuert ist, etwas KungFu beigepuhlt wird. Das Training -sonst ein wichtiger und manch schwachen Film dieser Gattung raushauende Aspekt- wird hier kurz und nicht so recht abgehandelt. Mit einem Mal kann also unser "Held", der ziemlich unbekannte Darsteller Fong Ching etwas KungFu, und stürzt sich in den chaotischen Show-Down gegen ebenfalls dümmliche Villains. Zuvor schon stellt sich dieser "Held" dämlich an, kann nicht mal Reiskuchen-Teig kneten -was er aber ebenfalls dann auf einmal kann-.
Der Aufbau dieser Handlung, tja, jede Menge Dialoge und Mätzchen, jede Menge Figuren und deren Problemchen und Wehwehchen. Also der junge Mann wird gemobbt, kommt bei "Drunken Master" Yuen unter, und dödelt weiter nervend vor sich hin. Tja, hm. Nach rund einer Stunde Laufzeit dieses Streifens, kommt etwas Training -Fong Ching balanciert auf einem Mühlstein-, ein paar Kämpfe und Morde, dann ratzfatz der Show-Down mit dödeligen Mätzchen. Schwach das Ganze, enttäuschend.
Was soll ich noch über diesen Schmunses schreiben?
Auch Simon Yuen, als "Drunken Master" in die Eastern-Historie eingegangen, kann den Film nicht retten. Zwar wieder knorrig-bärbeißig und dabei gewitzt-sympathisch, doch das war es eigentlich auch schon. Als Sifu tritt er nicht richtig in Erscheinung, dafür immer mal wieder sein verquollenes Gesicht, rot vom Alkohol-Konsum angelaufen, und die graue Perücke macht das alles auch nicht besser.
Dann gibt es noch einen zweiten Opa-Typen hier: Shen Lieng-Sheng, etwas agiler im Auftreten. Allerdings verliert sich die wenig gehaltvolle Rolle und Figur, so wie man sich bei den anderen im Dunstkreis des "Helden" fragt, was die da so sollten.
Die Villains, Kwan Ching-Liang (aka Gwan Jing-Leung) und Chang Chi-Ping sind etwas böse und gemein, so richtig dämonisch-diabolisch sind sie nicht, eher lächerlich, fast eigentlich harmlos. Die würde ich im Stehen auf der Treppe erledigen, meine Güte noch mal.
Immerhin sorgt Darsteller Lung Suen als Gehilfe eines "Lords" -der ganz und gar nicht wie ein solcher wirkt, eher so ein Metzger-Assi-Typ...- für die einzig passablen und leicht dramatischen KungFu-Fights. Und Tao Min-Ming ist ganz hübsch, auch ihre Figur, ihre Rolle... eher unausgegoren. Mein Schwarm, die reife Chiu Ting (aka Chao Ting), ist in einer kleinen Rolle mit dabei, das haute die Sache aber auch nicht so richtig raus.
Bleibt die KungFu-Action. Welche Action, welche KungFu-Fights, welches Training, welcher Drive und welche Dramatik??? Gabs das in dem Filmchen? Etwas KungFu-Fighttechnik bietet noch Lung Suen -wie oben erwähnt-, kernige Trainingssequenzen fehlen, Simon Yuen darf auch nicht richtig was zeigen, und der wirr-chaotische "Show-Down" ist eine Enttäuschung, wenn nicht gar Zumutung.
Schwacher Eastern. Man schaut sich das Treiben halt so an, schmunzelnd, oder eher belächelnd. Tja, nicht wirklich viel also, aber für ein paar Gnaden-Pünktchen aus Rücksicht auf die "Drunken Master"-Legende Simon Yuen, reichts noch gerade eben -wie der Zusammenschnitt-Film mit den Jackie Chan-Szenen aus "Fearless Hyena" rüberkam, kann ich nicht sagen, ich sah diesen Montage-Streifen nie, die Kritiken waren aber überwiegend ´zurückhaltend´, um es freundlich auszudrücken-.
3/10.