Review
von Leimbacher-Mario
Hohn der Angst
Im winterlich-wabernden „The Ice Road“ muss Liam Neeson mit einem beschränkten Team von Spezialisten schwere LKWs über das frühlingshaft-schmelzende Eis Kanadas fahren, weil das einigen eingeschütteten Minenarbeitern das Leben retten könnte…
Was. Für. Ein. Stuss! Da muss man kein Trucker sein, um das zu erkennen. Ein weiteres Paradebeispiel für Neesons extrem banalen Output und seine „Scheck-abgreif-Projekte“. Eine seelenlose und eiskalt abgezockte Mische aus Katastrophenfilm a la „Deepwater Horizon“ und eben Neeson-Stangenware wie „The Marksman“ oder „The Commuter“. Warum tun wir uns das noch an? Warum nimmt der gute Mann das noch auf sich? Zu hoher Lebensstandard? Da spiele ich doch lieber 10 Stunden am Stück „SnowRunner“ auf der Playsi. Dagegen ist „Fast & Furious“ zumindest meist trashig und unterhaltsam genug für seine investierte Lebenszeit. Aber „The Ice Road“ gehört in die Tiefkühltruhe. Mit Vorhängeschloss dran. Jetzt schon veraltete Effekte. Nur Fishburne macht Punkte. Das Setting liefert grundsätzlich auch mehr fürs Auge als etwa ein Zug oder eine weitere graue Großstadt. Der Rest ringt mir aber leider nur ein Schulterzucken ab. Second Screen-Ware. Nicht schmerzhaft, eher maximal überflüssig. Trotz meist hartem Aggregatzustand.
Fazit: leider keine weitere positive Ausnahme, die Neesons abschleckendes Image im Altherrenactionmorast aufwertet. „The Ice Road“ rieselt leise wie Schnee - am besten an einem vorbei. Weder „Die Hard“ on ice noch „Der Mann aus San Francisco“ auf kanadisch.