Review

Space Drama Queen


„Flash Gordon“ sollte der bunte, laute, witzige und fantasiereiche „Star Wars-Killer“ werden, nachdem sich George Lucas' Sternenkrieg eh von dessen Comicstrips hat inspirieren lassen. Geklappt hat das qualitativ und erfolgstechnisch streng gekommen eher nicht - und dennoch ist dieser farbenfrohe Spacezirkus ein enorm unterhaltsamer und geiler Kultfilm geworden. Und geblieben. Erzählt wird vom titelgebenden Helden und Quarterback der New York Jets, der beim erobernden und unterwerfenden Alldespoten Ming landet und dessen Schreckensherrschaft beenden muss…

Warum verliebe ich mich bei jeder weiteren Sichtung mehr in „Flash Gordon“? Weil der Film einfach rockt. Der Queen-Sound ist legendär und sphärisch wie episch genug. Die Kostüme und Farben springen einem ins Auge und förmlich von der Leinwand ins Publikum. Erst recht in der prachtvollen neuen 4K-Restauration. Alles leuchtet, alles glitzert, alles glänzt. Eine Käseplatte aus Diamanten. Purste Realitätsflucht in ein spritziges und naives Comicabenteuer aus einer anderen Zeit. Ungebremst, ungeniert, auch irgendwie ein Aussenseiterfilm zwischen „Star Wars“, „He-Man“ und „Der Zauberer von Oz“. Football trifft Sex. Unschuld trifft Ornella Muti. Ein Touchdown ins kindgebliebene Herz. Monster, Manie, Magie. Max von Sydow kann selbst als Ming nicht peinlich sein. Diesem Film ist eh nichts peinlich. Und das ist verdammt gut so. Heldenhaft gar. Strahlend. Stark. Euphorisch. Eine Explosion aus Glitter, Glück und Gutsein. 

Fazit: goldig und guuuut! „Flash Gordon“ ist von seinen Kostümen über den Queen-Score bis zu Stars wie Ornella Muti und Max von Sydow ein äußerst unterhaltsames Kultobjekt und Abenteuer wie kein Zweites. Beflügelnd. 

Details
Ähnliche Filme