Frank Barlow, ein einfacher Krimineller, begeht einen Überfall, bei dem sein Bruder von dem Polizisten Sam Merchant getötet wird. Als Frank im Gefängnis seine Strafe absitzt, wird er in den Voodoo-Kult eingewiesen. Von Drogen und brutalen Voodoo-Ritualen beeinflusst, heckt er einen sadistischen Racheplan gegen Merchant und dessen Familie aus. Dabei benutzt er eine Million Dollar in bar als Lockmittel und setzt seine Geliebte Jezabelle als Kurier ein. Doch dieses Geld ist mit einem Fluch belegt und kurz darauf sterben Merchant und seine Frau bei einem Autounfall.
Voodoo Dawn ist mal wieder so ein Ding, das mich schon während des Anschauens richtig sauer gemacht hat. Vermutlich haben sich die Produzenten so etwas gedacht wie, wir haben den Kameramann von ein paar Tarantino Streifen, wir haben jemand der auch schon schwer Tarantino erfahren ist, Mensch da machen wir doch eine krumme Story daraus, das wird der doof DVD-Käufer schon schlucken.
Dieser sitzt aber vor der Glotze und denkt sich eher, was denn der ganze Kappes hier soll. Nicht einmal nach einer halben Stunde will sich ansatzweise so etwas wie eine vernünftige Handlung einstellen, sondern man orgasmusiert sich in einem Chaos aus Rückblenden, Zeitsprüngen und Voiceovers, das einem die Schlacker aus dem Hirn fällt. So etwas kann man ja machen, wenn man Ahnung hat, aber das konfuse Drehbuch von Voodoo Dawn kann weder mit Cleverness noch mit Nachvollziehbarkeit punkten.
Die Hauptpersonen da gerne mal munter ausgetauscht, erst vom Gangster Frank, der mal eben im Knast ein paar Voodoo Taschenspielertricks kennengelernt hat, hin zu einem unsympathischen Dödel der wohl gerne als James Dean durchgehen würde, bis hin zu Franks Schnalle und am Ende wieder zurück. Wer aber hier alle Handlungsstränge schlüssig nachvollziehen kann, sollte klar die Script-Ehrenmedaille mit Band und Schleife umgehängt bekommen. So jagt man sich ein wenig durch Louisianas Sümpfe, aber ein wirkliches Gefühl für Action oder Thrill will sich nie wirklich einstellen. Der Krempel ist maximal geeignet für Leute denen David Lynch Filme viel zu eingänglich sind.
2/10