Lydia (Melissa McCarthy) und Emily (Octavia Spencer) sind Freundinnen seit Schultagen, verlieren sich aber aufgrund verschiedener Vorstellungen vom Leben aus den Augen. Jahre später gibt es ein Wiedersehen und so nehmen die beiden in Chicago den Kampf gegen Superschurken auf – nicht ohne sich selbst auch übermenschliche Kräfte zu verpassen.
Für einen Film aus dem Superheldengenre gibt es auffallend wenig Action. Die set pieces kann man sich an einer Hand abzählen und würde dabei nicht mal alle Finger brauchen. Der Humor ist typisch für einen Film mit McCarthy. Diverse Geschmacksentgleisungen geben sich mit verbalen Ergüssen die Klinke in die Hand, nur zündet vieles einfach nicht. Da kann selbst eine gestandene Mimin wie Spencer nicht gegensteuern, deren Rolle einfach nicht genug ausgearbeitet ist, um wirklich humoristische Akzente zu setzen.
Ok, ausgearbeitet ist hier generell nicht viel. Der Plot ist vorhersehbar, die für Filme des Genres essentielle Originstory ist platt und der Rest eigentlich auch. Die restlichen Darsteller sind ebenso frei von Charisma und eindimensional, aber was erwartet man denn hier auch? Jason Bateman mit Krabbenhänden zum Beispiel?!
Letztlich macht „Thunder Force“ zu wenig aus der Ausgangssituation und bietet zu wenig. Was den Film letztlich vor dem Totalausfall rettet, sind die dann doch ab und an vorhandenen Schmunzler, ein Slayer Shirt und dass er nicht mal vor sich selbst kapituliert. Immerhin gibt es nicht viel Leerlauf und mit einer „ich komme von der Arbeit, hab keine Lust auf nichts und schmeiß mich nur auf die Couch“ - Einstellung ist das konsumierbar. Aber sonst …