Einst war Bruce Willis ein Garant für grandiose Action, doch Filmfreunden ist natürlich nicht das Trauerspiel der letzten Jahre entgangen. Die Rollenauswahl ist ein Fiasko, viele Auftritte dauern nicht länger als zehn Minuten und fürs Antlitz auf dem Cover gibt es den nächsten Gehaltsscheck. Immerhin ist Willis hier etwas präsenter, was sich wahrscheinlich aufs Budget niederschlug, denn nicht nur die Ausstattung langt in einigen Bereichen in Trash-Gefilde.
Wir schreiben das Jahr 2524: Auf einem entfernten Stern gab es Erstkontakt mit einer neuen Spezies, die offenbar feindselig gestimmt ist. Eine kleine Einheit um Ryle (Frank Grillo) und Ford (Willis) begibt sich auf die Reise, um eventuellen Angriffen einen Riegel vorzuschieben…
Regisseur Edward Drake, der mit seinem Debüt „Vampire Dinner“ schon nicht sonderlich überzeugen konnte, spielt hier ein wenig Zukunftsmusik, die nur selten futuristisch anmutet.
Auf den Straßen sind zeitgenössische Fahrzeuge unterwegs, in einer Bar bedient ein unsauber arbeitender Roboter mit Strichmännchen-Gesicht, während ein Lichtjahre entfernter Planet auch nicht mehr als einen austauschbaren Wald um die Ecke liefert, einschließlich ein mit herkömmlichen Farn umwucherter Höhleneingang.
Zumindest kommt es in einer Station zu einigen Schusswechseln und nachdem Willis eine ordentliche Wuchtbrumme abfeuert, könnte man schon fast auf coole Action hoffen. Doch weitere Ballereien fallen oft unübersichtlich und hektisch aus, während dazwischen deutlich zuviel taktiert und geredet wird. Anflüge von Humor verpuffen komplett und auch die Charakterzeichnungen der rund acht Figuren fallen äußerst vage aus, was ein Mitfiebern deutlich ausbremst, zumal die Bedrohung gegen Null tendiert.
Denn die Aliens sind lediglich Statisten mit Gummimasken vom vorletzten Karneval, die sich mit modifiziertem Löwengebrüll ankündigen. Blut fließt fast gar nicht und auch das Make-up ist nicht wirklich gelungen, denn sobald jemand von Außerirdischen als Wirt benutzt wird, erscheint diese Person mit weiß gepudertem Gesicht, - eine unglaublich erfrischende Idee.
Auch die speziellen Raumanzüge, mit denen sich die Weltretter per Quantenantrieb durchs All bewegen, sehen verdammt unvorteilhaft und steif aus.
Darstellerisch liefert Willis erwartungsgemäß eine eher unmotivierte Vorstellung ab und gibt sich insgesamt eher wortkarg und auch Grillo ist rein gar nicht auf der Höhe seines eigentlichen Könnens. Costas Mandylor und Lochlyn Munro sind zwei vage Lichtblicke, während der eigentliche Hauptdarsteller in Form von Brandon Thomas Lee aufgrund mangelnder Ausstrahlung völlig untergeht.
Bis auf einige Flugszenen durch Weltraumtrümmer sind hier keine Schauwerte mitzunehmen, die einseitige Action ermüdet binnen kurzer Zeit und die Story kommt mit zahlreichen Logiklücken und Kontinuitätsfehlern daher und entwickelt zu keiner Zeit eine angemessene Dynamik. Die kosmische Sünde ist hier, den Zuschauer zu langweilen.
3 von 10