Mit dem Film In Heel wollte Jean Claude Van Damme wie zuletzt auch bei Wake of Death seine schauspielerischen Seiten zeigen. Aber anders als bei Wake of Death ist ihm dies, meiner Meinung nach, mit diesem Film besser gelungen, als mit dem überhypten Wake of Death.
Ich war eigentlich noch nie ein überaus großer van damme Fan muss jedoch eingestehen, dass der symphatische Belgier auch einige, nicht gerade Meilensteine, aber dafür sehenswerte Streifen gemacht hat und durch sein symphatisches Wesen, noch einiges aus den Filmen herausgeholt hat.
Actionmässig drehte Van Damme aber meiner Meinung nach bis jetzt leider nur Durchschnittsware bis absoluten Müll. Darum mag ich seine älteren Filme wohl nicht so sehr.
Auch ist In Heel Actionmässig keine Ausnahme von der Regel, liefert aber dennoch ganz gute und anschaubare Kost. Und seine wir mal ehrlich. Besser als die Computermässig aufgestylten Actionfilme aus den USA wie sie momentan anscheinend ziemlich in der Mode sind, ist es allemahl.
Immerhin bekommen wir einige gute Kampfmoves zu gesicht, teilweise Wrestling Moves.
Die Geschichte von In Heel wird ganz bestimmt nicht neu definiert. verlangt auch keiner, glaube ich.
Gefängnisfilme hat man ja auch schon einige gesehen.
Errinert euch nur mal an Mit stählerner Faust zurück oder an Jimmy Wang Yus The Prisoner. Beides meiner meinung nach eher durchschnittliche Filme.
Ich hatte mir ehrlich gesagt nicht viel von diesem Film erwartet, dennoch ist es der Beste Van Damme Streifen der Neuzeit und hat mir wie Der Legionär oder TheRepliecant sehr gut gefallen und war deutlich besser als The Order.
Was an diesem B- Movie besonders herausticht sind die schauspielerischen Leistungen und die Gefängnisatmosphäre durch die der Film sich zieht.
Beides sehr gut gelungen.
Die Gefängnisumgebungen sind gut gelungen. Austragungsorte hierfür sind unter anderem dunkle Zellen, überfüllte Gefängnishöfe sowie karge Landschaften bei denen die Gefangenen ihren Arbeitsalltag verbringen und gemeinützige Arbeiten vollbringen.
Der Film hat zum Großteil seine ruhigen Momente, in denen Van Damme agieren kann. Und wirklich erstaunlich ist dabei auch, dass er gar nicht viel reden muss um glaubhaft rüberzukommen. man stelle sich das mal vor. Man sitzt in einer dunklen Zelle für Tage. Mutterseelenallein. Man hat niemanden zu reden und kann sich nur durch seine Gesten vermitteln.
Viele mögen Van Dammes Leistungen kritisieren, ich persönlich empfinde sie mehr als nur gelungen. Denn wenn Van damme sich
Spoiler Anfang
in der Zelle erhängen will kommt dies wirklich sehr glaubhaft rüber.
Spoiler Ende
Meiner meinung nach zeigt Van Damme in diesem Film das, wodurch Wake of death scheiterte.
Allerdings wird an manchen Stellen etwas zu dick aufgetragen. Die Szene mit dem Geist seiner Frau fand ich wirklich unnötig und teilweise hat der Film auch so manche Logiklöcher. Wird sich kaum bei irgendeinem Film vermeiden lassen.
Warum zum teufel kann sich Van Damme in seiner Zelle plötzlich die Haare aufstylen und mit Schere ect hantieren obwohl beides nie und nimmer im Besitz der Häftlinge ist und sie keinerlei Möglichkeiten haben an dieses Zeugs ranzukommen.
Fazit: Letztenendes überzeugt der Film. Er hat so manche Schwachtelle und vielleicht klitzekleine Längen, doch in großen und ganzem gelungen.