Review

Nach diversen filmischen Tiefschlägen liefert Ringo Lam mit In Hell einen durchaus sehenswerten Knastactioner ab, der in erster Linie durch seine überraschend trostlose
Atmosphäre und die etwas gekünstelt wirkende aber immerhin vorhandene Charakterzeichnung punkten kann. Trotz der mittlerweile standardisierten Ostblockkulissen gelingt es Lam dennoch, den Film ansprechend in Szene zu setzen - dies gilt sowohl für Bild als auch für Ton.
Actionseitig bietet der neueste Van Damme mehrheitlich Prügelszenen in Form von Zweikämpfen, Schießereien und ähnliches sind dagegen spärlich gesät. Vom Hocker reißen werden die Actionszenen jedoch wohl die wenigsten, auch wenn sie sehr solide inszeniert sind und durchaus ihre harten Momente bieten. Überraschenderweise ist es aber gerade das Fehlen der sonst üblichen hochgestylten Kick-Kombinationen, das dem Film in Sachen Authenzität zu Gute kommt.
Letztlich kann man festhalten, dass In Hell ein guter Schritt in die richtige Richtung ist, denn selbst schauspielerisch kann Van Damme hier einigermaßen überzeugen. Vielleicht hat gerade die merkliche Veränderung des Kampfstils weg vom unrealistischen Balett-Rumgekicke hin zum schnörkellosen Kopfeinschlagen endlich den entscheidenen Schub nach oben in Van Dammes letzthin bröckelnder Karriere bewirkt..

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