Review

"In Hell - Rage Unleashed" ist mit Sicherheit einer der ungewöhnlichsten Van Damme Filme. Wer hier nämlich einen reinen Prügel- oder Kampfstreifen erwartet, ist hier definitiv falsch. Es gibt zwar ein paar Keilereien, allerdings stehen diese hier nicht im Vordergrund des Filmes.

Vielmehr geht es hier um die Zustände in einem russischen Gefängnis und wie die verschiedensten Leute mit dieser Situation klar kommen. So sind die sehr unterschiedlichen Charakterzeichnungen meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Außerdem baut der Film auch eine besonders bedrückende Atmosphäre auf und man leidet mit einigen der Figuren mit.

Besonders gut gefallen hat mir in diesem Streifen, dass Van Damme dieses Mal nicht den Superhelden mimt, sondern einen normalen Menschen in Form eines Ingenieurs spielt, der auf Grund unglücklicher und verständlicher Umstände ins Gefängnis kommt. Diese ganze Sequenz ist in 10 Minuten abgehandelt, aber sehr spannend inszeniert.

Der Hauptteil des Filmes spielt wie schon erwähnt im Knast. Van Damme spielt dabei seine Rolle erstaunlich überzeugend! Sehr eindringlich wird dabei geschildert, wie man versucht den Geist des Ingenieurs zu brechen.

Allerdings veranstaltet der Direktor des Gefängnisses auch regelmäßig blutige Kämpfe. Hier kommen dann auch Actionfans ein wenig auf ihre Kosten. Aber wie schon erwähnt, sind diese Kämpfe nur selten im Film vorhanden, relativ unspektakulär und dienen mehr oder weniger der Handlung.

„In Hell“ dürfte sowohl Van Damme Fans, als auch Liebhaber von Gefängnisdramen begeistern. Bis auf die Geistererscheinung seiner Frau (diese findet aber auch nur im Kopf des Ingenieurs statt) bietet der Streifen einen recht anspruchsvollen Filmabend. Nur reine Actionfilmfreunde sollten den Streifen meiden!
gute 7 Punkte

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