Des einen Leid ist des anderen Freud,doch auch die Freude ist sehr getrübt und lässt in dem Drama „21 Gramm“nur Anti-Helden zu.
In von einander getrennten Handlungssträngen wird die Geschichte von drei Menschen erzählt,die ein Schicksal miteinander verbindet:Christina verliert ihre Familie bei einem Autounfall.Das Herz ihres toten Ehemannes erhält der schwerkranke Paul und dann gibt es noch den ehemaligen Kriminellen Jack,den Todesfahrer,der für das Schicksal beider verantwortlich ist.
Man muß viel Geduld mitbringen,um in die Handlung reinzukommen,denn nicht nur der ständige Wechsel zu den verschiedenen Charakteren,sondern auch diverse Zeitsprünge verwirren den Zuschauer zunächst.Doch nach einiger Zeit ergeben sich erste Zusammenhänge,die zum Schluss einen Sinn ergeben.
Insofern kann die unkonventionelle Erzählweise als deutliches Plus für den Film angesehen werden,ebenso wie die grandiosen Darsteller.Unbegreiflich warum Sean Penn für seine Leistung nicht zumindest für den Oscar nominiert wurde,denn er spielt mindestens genauso überzeugend wie Watts und del Toro.
Letztlich steht der Wert des Lebens im Mittelpunkt dieses schwermütigen Dramas,das dem Zuschauer wenig Hoffnung gibt und einen trostlosen Nachgeschmack hinterlässt,denn selbst der Glaube an Gott(„Gott sieht sogar,wenn sich nur ein einziges Haar auf deinem Kopf bewegt“)scheint in gewisser Hinsicht bestraft zu werden.
Ganz so kalt will ich die Welt dann doch nicht haben,wie Inarritu sie in seinem Film darstellt.
7 von 10 Punkten