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Regisseur Alejandro González Iñárritu jongliert mit den unterschiedlichen Erzählsträngen, so dass sich der Zuschauer die Zusammenhänge erst nach und nach erschließen kann. Diese Erzählweise ist für Iñárritu seit seinem Erstling "Amores Perros" charakteristisch und hat auch seinen Reiz, da sie der herkömmlichen Geschichtsstruktur widerstrebt und so neuartige, den Zuschauer fordernde Seherlebnisse schafft. - Auch wenn "21 Gramm" an einigen Stellen etwas langatmig wirkt, überzeugt der Film durch seine innovative Machart, die herausragenden Kameraeinstellungen und die starken Darstellerleistungen.
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Auch wenn der Film sicher nicht für alle bestimmt ist, da hier doch unkonventionell geschnitten wird und die Dialoge den ein oder anderen Leerlauf überwinden zu haben, kann ich mich nur der Mehrheit anschliessen, dass es sich hier um ein kleines Meisterwerk über die Motivation der Rache und der Vergebung entstanden ist. Wer also Zeit und Lust hat, sich ernsthaft Gedanken über die dunklen und doch so menschlichen Seiten zu machen, ist hier genau richtig. Das Darsteller-Trio zeigt sich hier übrigens in aller bester Spiellaune.
7
21 Gramm ist ein ziemlich hartes, trauriges und schonungsloses Drama, dass heftige menschliche Gefühle offenbahrt. Wenn man sich den Film anschaut weiß man anfangs nicht genau, wie alles zusammenhängt, da es einen so vorkommt wie wenn einfach einzelne Szenen zusammengeschnitten worden wären. Zum Ende hin klärt sich dann aber alles auf. Darstellerisch braucht man lediglich zu sagen, einsame Spitze. Wirklich der komplette Cast. Da der Streifen nicht einfach zum ansehen, er aber trotzdem an den Nerven zehrt, gebe ich ihm 7,5 von 10 Punkten.
9
Mit 21 Gramm gelang dem mexikanischen Regisseur Alejandro Gonzalez Inarritu (Babel, Amores Perros) ein herrvorragend inszenierter, emotional verstörender, und vor allem schauspielerisch meisterhafter Film. Sean Penn, Benicio Del Toro und Naomi Watts spielen sich regelrecht die Seele aus dem Leib. Der Film spielt sich nicht chronologisch ab, sondern zeigt manchmal Szenen von der Zukunft oder Vergangenheit. Das könnte so manchen Zuschauer verwirren, aber ich fand es nicht weiter störend, da ja man der Handlung wirklich gut folgen konnte. Ein überzeugendes Werk das für das Talent des Mexikaners spricht. 9/10
8
Wenn Ihr mal wieder eine total verschachtelte Storyline mit Szenen- und Zeitsprüngen sehen wollt, dann ist dies Euer Teil! Es wäre absolut uncool, mehr zu verraten! Fazit: Eine Unterhaltung der besonderen Art - aber sehr anstrengend, da hier gegen die üblichen Seh- und Erzählgewohnheiten des Zuschauers rebelliert wird! Die Schauspieler sind spitze!
9
Ein sehr verwirrender, wie guter Film. 21 Gramm glänzt durch Story, Schauspieler, ... einfach alles- bis auf Oberflächligkeit. Ein Film abseits des Mainstream Kitsches. Ich brauchte ca. eine 3/4 Stunde bis ich die Zusammenhänge begriffen hatte die es unter der Protagonisten gibt. Man meint zu wissen wie es weitergeht, doch kommt immer wieder ein Detail hinzu das die Sachlage in einem anderen Licht erscheinen lässt. Die Schauspieler leisten unglaubliches und zeigen ihre Vielseitigkeit durch verschiedenste Gefühlsausbrüche in unterschiedlichsten Situationen und beweisen damit das sie zu den besten, wenn auch nicht bekanntesten, Schauspielern Amerikas gehören. Im nachhinein frage ich mich warum ich nicht mit 10 Punkten bewertet habe. Verdient sind sie alle mal... 9/10.
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21 Gramm ist ein bunt zusammengewürfelter Schnipselhaufen in dem der Zuschauer gefordert wird nicht die einzelnen Zeit- und Handlungsstränge zu verlieren. Der Inhalt ist ein auf die Spitze getriebenes Drama kaputter Charaktere, welches man sich in der heutigen Zeit mit ihren Problemen nicht unbedingt antun sollte. Wen aber Nachrichten und sonstige seelige Schocks nicht reichen,kann sich mit diesem Film in eine wunderschöne Depristimmung versetzen lassen. Die schauspielerische Leistung ist o.k., was aber den Gesamteindruck des Filmes nicht wirklich weiterhilft. Wenn der Regisseur denkt, mit den zeitlich verdrehten Übergängen etwas Innovatives zu Stande gebracht zu haben, hat er sich geirrt. 2/10 Punkten
9
Herrlich unkonventioneller Film vom Amores Perros-Regisseur, der wahrlich unbequem in manchen Szenen zu einem trockenen "Schlucken" verleitet. Auch hier gelang dem Director wiederum recht verstörend pure Emotionen auf den Bildschirm zu meißeln. Sean Penn in einer weiteren Paraderolle überzeugt einmal mehr als fast hoffnungsloser Anti-Held in einer kalten und dreckigen Welt. Leider durfte in ein, zwei Szenen die gute Naomi Watts ungestraft etwas "overacting" betreiben...da hätte Sie der gute Alejandro González Iñárritu doch etwas ausbremsen müssen. Anyway - this Movie kills !