"Francis, was... was war Ihr Plan?" fragt der Finanzberater. Ihre Antwort: "Mein Plan war zu sterben, bevor mir das Geld ausgeht. Aber ich sterbe & sterbe einfach nicht... & hier bin ich."
Es läuft nicht so dolle für die New Yorkerin Frances Price (Michelle Pfeiffer). Seit kurzem ist sie Witwe, der Bank gehört die Villa & die Schulden hören nicht auf zu wachsen. Also macht sie, was sie kann, zu Bargeld, holt ihren Sohn Malcolm (Lucas Hedges) vom Internat & zischt mit ihm ab nach Paris, wo ihre Mutter ein Appartement besitzt. Und dann ist da noch die schwarze Katze, die ihr zugelaufen ist & in der, wovon sie überzeugt ist, der Geist ihres verstorbenen Gatten haust. Mon Dieu!
Eine grandiose Tragikomödie von Azazel Jacobs, mit einer überragenden Frau Pfeiffer, die wieder mal eindrucksvoll beweist, dass man sie nicht umsonst auch als Belle Michelle bezeichnet. Allerdings kann das gesamte Ensemble, darunter Imogen Poots als Malcolms Verlobte & Danielle Macdonald als Medium (von Frances auch "die gevögelte Hexe" genannt, weil sie die Nacht mit ihrem Sohn verbracht hat), überzeugen. Der Film besticht mit seinen smarten Dialogen voller trockenem, hin & wieder auch süffisantem Humor, so manch skurrilen Situationen, viel Paris-Flair & einer guten Prise Melancholie, die zum Ende hin heftig nach oben schnellt.
Ach ja, das Ende, das wirkt weit über den Abspann hinaus, da hatte ich echt Gänsehaut. Schönster Satz (natürlich von Frances): "Weißt Du, was ein Klischee ist? Es ist eine Geschichte so schön & aufregend, dass sie alle immer & immer wieder erzählen wollen."