Review

Das "Gipfeltreffen" von 2 der beliebtesten Horrorgestalten: Freddy Krueger und Jason Vorhees.

Story:
Freddy ist sauer - seit 10 Jahren schmort er in der Hölle und kann keine Teenies mehr umbringen, da sämtliche Beweise seiner Existenz vernichtet wurden und auch niemand mehr an ihn glaubt. Um seinen Namen also wieder publik zu machen, braucht er jemand, der für ihn mordet. Seine Wahl fällt auf keinen Geringeren als Jason Vorhees, der eigentlich auch friedlich vor sich hin schlummert. Freddy erweckt ihn kurzerhand wieder zum Leben und verlegt seinen "Arbeitsplatz" nach Springwood, in die Elm Street, um den Kids dort das Fürchten zu lehren und den ein oder anderen Mord zu begehen, damit er wieder zu Kräften kommt. Dummerweise findet Jason recht schnell wieder Gefallen an seinem Beruf und will Freddy partout nicht kampflos das Feld überlassen. Der Showdown findet schließlich am Crystal Lake statt. Den Kampf scheint Jason für sich zu entscheiden. Aber man kann ja nie wissen...

Auf diesen Film haben zahllose Horrorfans gewartet - jahrelang. Immer wieder angekündigt, genauso oft auch wieder verschoben. 2003 war es dann endlich soweit - die beiden Horrorveteranen wurden aufeinander gehetzt. Glücklicherweise hat man sich dabei nicht an lauwarmen Teenieslashern orientiert, die nach "Scream" wie Pilze aus dem Boden schossen. Stattdessen besann man sich auf die Stärken der Filme aus den 80ern, sprich: Die Gewalt ist vorhanden, es spritzt reichlich Blut und auch derbe Spruche gibt es in ausreichender Zahl. Verwunderlich ist nur die Tatsache, dass der Film in dieser Form noch das R-Rating bekam, da mussten schon weit harmlosere Filme gehörig Federn lassen. Aber verstehe einer die Zensurbehörden...

Die beiden Protagonisten haben seit ihren letzten Leinwandauftritten, die ja zu diesem Zeitpunkt bereits 9 (Freddy) bzw. 10 Jahre (Jason) zurücklagen ("Jason X" ist mehr ein Spin-off und bleibt daher außen vor), absolut nichts verlernt und metzeln sich gewohnt lässig durch die Teens. Während Jason wie üblich kein Wort sagt und seine hässliche Fratze unter der kultigen Eishockeymaske verbirgt, lässt Freddy wieder seine Sprüche vom Stapel und spielt mit seinen Opfern, ehe er sie über den Jordan schickt. Dabei ist auffällig, dass Freddy ein ganzes Stück düsterer rüberkommt als in den vorangegangenen "Nightmare"-Filmen, also quasi "back to the roots" zum 1984er Original.

Auch von der technischen Seite gibt's nichts zu bekritteln: Obwohl zeitgemäßg natürlich CGI zum Einsatz kam, wirken die Effekte nie billig und fügen sich gut in den Film ein. Die meisten Morden sind jedoch nach wie vor "handgemacht " und das Kunstblut spritzt literweise.

Von den schauspielerischen Leistungen stechen eigentlich nur die beiden Bösewichte hervor, der restliche Cast spielt zwar solide, aber unauffällig, wie man es von solchen Filmen gewohnt ist. Ken Hirzinger (durfte Jason im 8ten Teil schon mal verkörpern) macht seine Sache ordentlich und Robert Englund ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Freddy's Rolle könnte kein andere so spielen, wie er es seit nunmehr 20 Jahren tut.

Fazit: "Freddy Vs. Jason" ist ein mehr als würdiger Nachfolger der beiden Filmserien geworden, der sich nicht hinter den Highlights der einzelnen Franchises verstecken muss. Bleibt zu hoffen, dass vielleicht noch ein Nachfolger erscheint. Schenkt man Freddy's Augenzwinkern und dem Lacher Glauben, liegt dies durchaus im Bereich des Möglichen...

10 von 10 Punkten

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