Nun ja, ich habe ihn gestern abend gesehen, was soll ich sagen? War o.k. In den ersten Minuten fühlte man sich zurückversetzt in die seligen 80er, das Flair war gut getroffen, fast war man versucht zu glauben, daß Szenen aus den alten Filmen eingeschnitten waren.AAAbbberrr.... Was mir ja immer auf die Nerven geht ( oder auf die Ohren bessergesagt ) ist die NuMetal Musik, die bei allen neuen Filmen drühnt, damit die Zielgruppe auch weiß, daß der Film für sie ist.Dann sind die Protagonisten heute ja noch dämlicher als vor 20 Jahren, seit "Scream" verhalten die sich auch immer gleich. Das erste Opfer war nun der Megaarsch schlechthin, seine Freundin ( offensichtlich Starmodell bei "Rent a Bitch") die typische Technoschlampe ( hätt die nicht wenigstens nackig aus der Hütte rennen können, wo kriegen die immer die Handtücher her?) Aber da die Akteure eh nur Kanonenfutter auf dem Niveau des durchschnittlichen Soap "Schauspielers" sind, auch egal.Sich in einem Horrorfilm über Logiklöcher Gedanken zu machen, ist vergebene Liebesmüh ( wenn mein Freund vier Jahre in einer Irrenanstalt drei Häuser weiter untergebracht würde..., aber egal)Die "Helden" sind also die üblichen Dummbratzen, denen ein Joint wichtiger ist als Ihr Leben ( das nennt man wohl natürliche Auslese, hähä), die am liebsten allein trotz Todesgefahr in dunklen Räumen sitzen - und da ist er , der tolle Schlächter, der Alptraum, der junge Jungs und junge Mädels auf perfideste Weise in den Hades beamt. Nööö. eben nicht. Freddy träumt die meiste Zeit vor sich hin und speziell im Mittelteil war von denen, auf die alle warteten, keiner zu sehen. Stattdessen wurden vier Nebenstorys gebastelt, von denen vier im Sande verliefen.. auch nicht schlecht.Das dürfte aber sicher auch an der Schere liegen, die unser lieber Spielfilmsender ansetzte, ganze Handlungsstränge fehlten ( Jason fährt mit dem Mähdrescher durch die Party, habe ich gelesen?!?- ähnliches habe ich bis jetzt nur bei Braindead erlebt)Der Showdown war sicher eine Notwendigkeit der neuen Sehgewohnheiten. Glücklicherweise ist keine Fortsetzung geplant, obwohl Jason samt Maskotchen aus dem Lake stapft. Handwerklich war das Ganze in Ordnung, das dürfte Regiesseur Ronny Yu zu verdanken sein, der ja auch "Chucky" schon reanimierte, Zumindest war der Film mit Respekt und Kenntnis der Originale gedreht, das ist ja schon mal eine Menge. und was kommt jetzt? Da New Line, auch Rechteinhaber von "Hellraiser", das Merc an "Friday" gekauft hat, steht einem Zusammentreffen mit Pinhead nichts im Wege. Oder es wird ein weiterer Comic verfilmt, "Jason trifft Leatherface" - das wär mal was. Bedauerlich ist nur, daß es im Grunde immer nur Neuaufgüsse, remakes, Rip offs und what ever sind, eigene Ideen hat wohl keiner mehr.Ich werde mir dann doch die uncut Fassung besorgen, und sei es nur als Relikt alter Zeiten, als man noch wusste, was einen erwartet, wenn "Friday" draufstand.