Freddy ist out – zumindest an der Elm Street. Dort kennt keiner mehr seinen Namen. Also erscheint Freddy Jason im Traum in Gestalt seiner Mutter und befiehlt ihm, mal in der Elm Street vorbei zuschauen und ein paar Teenies zu schlachten. Das lässt Jason sich natürlich nicht zweimal sagen und macht sich gleich ans Werk: Nachdem er ein paar Mal mit seiner Machete auf einen Kerl im Bett eingestochen hat, klappt er das Bett in der Mitte zusammen, was den Typen in eine extrem ungesunde Körperhaltung bringt. Nach diesem Mord geht nun wieder die Legende von Freddy um, der jetzt wieder, gestärkt durch die Angst der Menschen, in ihren Träumen herum spuken kann. Allerdings stört Jason ihn dabei, da er es an der Elm Street ganz witzig zu finden scheint und fröhlich weiter Teens abmurkst. Jedoch zu Freddys Unwillen, denn der will die Gören für sich ganz allein und so beginnt der Kampf der Serienkiller, erst in Freddys Heizungskeller, später am Camp Crystal Lake, wo die entscheidende Schlacht stattfindet.
Der Anfang von „Freddy vs Jason“ ist stark von Freddy Krüger dominiert, wobei Jason etwas zu kurz kommt und eigentlich nur bei Morden in Erscheinung tritt. Das ist aber eigentlich nur konsequent, da man mit Freddy die Handlung besser vorantreiben kann. Jason läuft nun mal nur schweigend durch die Gegend und tötet Teenager – auch wenn er das wirklich gut kann. Und diesen Teil sogar extra-blutig! Da fliegen die Arme und Köpfe, da werden Leute in zwei Hälften getrennt und das Blut ergießt sich in Sturzbächen, wenn Jason mit seiner Machete zuschlägt. Also Gore wird reichlich geboten und auch Freddy darf wieder zeigen, dass er nach all den Jahren nichts von seinem Sarkasmus eingebüßt hat.
Die entscheidende Schlacht der beiden ist richtig gut gelungen: Ich nicht gedacht, dass man bei so etwas derartig viel draus machen könnte. Auf jeden Fall das Highlight des Films, der auch sonst sehr gut die klassischen Elemente der beiden Serien genial miteinander verschmilzt.
Einen Kritikpunkt habe ich aber trotzdem: In einer Szene konfrontiert Freddy Jason mit Wasser und dieser hat plötzlich Angst davor, weil er als Kind ertrunken ist. Allerdings macht ihm das Wasser im Rest des Films herzlich wenig aus und auch in den Vorgängerfilmen hat er nie das kühle Nass gescheut.
Auf jeden Fall hat Ronny Yu einen exzellenten Job gemacht, nachdem er auch schon der Chucky-Serie zu neuem Leben verholfen hat. Fans beider Serien, egal ob nun „Nightmare“ oder „Freitag der 13.“ kommen voll auf ihre Kosten.
9/10