"Freddy vs.Jason" gehört klar zu den Gewinnern 2003 im Horrorgenre. Spektakuläre Einspielergebnisse in den USA untermauern dies eindrucksvoll. Zugegebenermaßen stand ich der Idee, zwei der bekanntesten Horrorfiguren gegeneinander antreten zu lassen, zunächst etwas skeptisch gegenüber, doch Ronny Yus rasante Meister-Leistung belehrte mich eines Besseren. Freilich sollte man vor dem Kinogang bedenken, daß es kein Film der alten Schule werden wird aber wer dies aktzeptiert, bekommt eine wahre Bilderpracht geliefert, garniert mit einigen der blutigsten FX, die die letzten Kinojahre zu bieten hatten sowie schnellen aber stets stilsicheren Schnitttechniken und tollen Kamerafahrten. Als besonders gelungen empfand ich zudem die Ausleuchtung und Ausstattung der verschiedenen Filmlocations, die stets für ein wohliges Gruselgefühl sorgen und angenehm abwechlungsreich daherkommen. So begegnet man unter anderem der alt-ehrwürdigen Elmstreet, einem nächtlichen Maisfeld, den düsteren Katakomben Freddys sowie freilich auch dem Camp Crystal Lake. Einfach großartig, besser kann man die Inszenierung nicht beschreiben!
Doch auch in den anderen Bereichen kann "Freddy vs. Jason" punkten: Der Film wird von einem sehr gelungenen, fetzigen Soundtrack begleitet, die Darsteller sind allesammt in Ordnung (Trashniveau muss halt sein, wen störts...) und auch einige Längen im Mittelteil fallen dank der famosen Optik nur bedingt auf.
Die vielen Referenzen an die Vorgängerfilme der beiden Kultreihen um Jason und Freddy tragen wesentlich zum Gelingen bei. Fans fühlen sich garantiert schnell wie zuhause!
Für alle Horrorfreunde ist "Freddy vs. Jason" somit ein Pflichtfilm. Alles in allem sicher nicht perfekt aber in jedem Fall ein sehr gutes und blutiges Stück Funsplatter-Kino!
Nachtrag: Die deutsche Snychro ist bestenfalls Durchschnitt, kein Vergleich zum englischen Original.