Franks Bewertung

starstarstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

28.06.2024
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Review

von Frank Trebbin

Freddy gegen Jason – eigentlich ist das ja eine Schnapsidee, oder? Was aber New Line Cinema und Ronny Yu daraus gemacht haben, gefällt durchaus. Die bisher so sorgsam in den einzelnen Filmreihen gepflegten und zelebrierten Rituale werden hier in einer Art Best-of-Handlung komprimiert, mit dem blutigen Tagewerk gut bezahlter F/X-Künstler unterfüttert, optisch auf die Höhe heutiger Zeiten gebracht und zu einem Event-Movie für Horrorfans gemacht. Da bleibt dann natürlich kein Raum zum Nachdenken mehr – so flott kommt FREDDY VS. JASON daher. Logiklöcher gehen ebenso schnell auf wie zu und der Soundtrack knüppelt letzte Zweifel am Gesehenen brutal nieder. Und wer schon immer nur Interesse am Vergießen des roten Nass hatte, dem sei hiermit versichert: gesplattert wird wie blöde! Ernsten, „wirklichen“ Horror darf man dabei allerdings nicht erwarten, Schocks und Suspense sind dem Ereignis an sich gewichen – zwei berüchtigte Film-Killer feiern sich und ihre Macher (Hey, bei der Gelegenheit: Was ist eigentlich mit „Alien vs. Predator“?). Auf das Konto von Ronny Yu selbst gehen sicherlich dann jene Momente, in denen kleine Kinder involviert sind, oder aber die Tatsache, dass es selten noch unsympathischere Teenager gab als in FREDDY VS. JASON. Während früher die Peergroup eines durchschnitlichen Slasher-Films zumeist nur ein oder zwei Außenseiter beinhaltete, scheint die jetzige Gesellschaft in Springwood nur noch Kids mit ernsten Alkoholproblemen zu kennen. Doch abgesehen von diesen kleinen „neueren“ Aspekten bleibt alles beim Alten und so erschließt sich dem heutigen Kino-Publikum das Universum jener beiden Slasher-Ikonen, die den US-amerikanischen Horrorfilm der 80er-Jahre wie kaum andere gezeichnet haben: Freddy und Jason. Hoch lebe das Merchandising im neuen Jahrtausend!

Anmerkung: Als reinen Textköper für einen größeren Artikel 2005 in SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht. Hier jetzt in eher von mir nicht gewohnter Review-Form eingestellt.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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