Review

Wir befinden uns in Springwood, wo einst Freddy Krueger (Robert Englung) Schrecken in den Träumen der Teenager der Stadt verbreitete. Doch Freddy ist nun nur noch ein lange zurückliegender Albtraum. Um dies zu ändern und sich wieder in Erinnerung zu bringen, reanimiert er den Mörder Jason Voorhees (Ken Kirzinger) - durch dessen blutige Taten soll die Furcht vor Freddy wieder aufleben. Dieser nämlich bezieht seine Kraft aus der Angst der Jugendlichen. Anfangs ist die Zusammenarbeit auch durchaus fruchtbar: Jason richtet in der Elm Street 1428, dem Haus von Lori Campbell (Monica Keena) ein Blutbad an, die Jugendlichen beginnen wieder zu träumen. Aber als Jason immer mehr Jugendliche tötet und nichts mehr für Freddy übrig bleibt, kommt es zum blutigen Kampf der beiden Kult-Killer....

Endlich ist sie da, die langerwartete Zusammenkunft der beiden Horror-Legenden. Zum Glück hat man bei der Zusammenkunft das beste der beiden Serien hier vereint:
zum einen die spannenden, teilweise schon surrealen Traumsequenzen, in denen Freddy Krueger den Jugendlichen nach dem Leben trachtet. Hier hört man das bekannte "1,2,3, Freddy kommt vorbei" genaus so wie ein Mädchen, welches mit ausgestochenen Augen und verzehrter Stimme vor Freddy warnt. Vor allem treibt die Tatsache die Spannung auf die Spitze, dass man nie weiss, ob man sich gerade in der Realität befindet oder eine Traumsequenz sieht. Freddy fungiert dabei als eine Art Entertainer, der einen mit ständigen Witzen und Kommentaren durch den Film führt. Zum anderen ist auch Jason in seinem Element: er tötet wort- und regungslos, wie er es schon in 10 Filmen davor zu tun pflegte, untermalt von der typischen Jason-Spannungsmusik. Im Gegensatz zu den letzten Filmen schlüpft nicht Kane Hodder in die Rolle des Jason, sondern Ken Kirzinger. Dies ist aber nicht weiter von Belang, weil man den Hauptdarsteller unter der Jason-Maske eh nicht erkennt, sondern es nur auf die Statur ankommt. Die Hauptsache ist, dass Kultschauspieler Robert Englung mit von der Partie ist!

Auch an die Zuschauer ist gedacht worden, die Jason und Freddy vorher nicht kannten. Am Anfang des Films wird nochmals auf die Geschichte des Kindermörders Freddy Krueger eingegangen, seinen Tod und seine Wiederkehr in den Albträumen der Jugendlichen. Dabei sind einige geniale Rückblicke aus verschiedenen "Nightmare on Elm Street"- Teilen zu sehen. Ausserdem erfahren wir mehr darüber, wie Jason damals im Crystal Lake ertrunken ist. Auch Hardcore-Fans der beiden Serien werden sich hier sicher nicht langweilen.

Die Musikuntermalung mit rockigen Alternativeklängen, die dem Regisseur Ronny Yu scheinbar sehr wichtig sind (siehe "Chucky und seine Braut"), passt wunderbar zu dem Film.

Der Film ist auch (gerade für eine Mainstreamproduktion )ziemlich blutig ausgefallen, aus meiner Sicht z.B. auch blutiger als die beiden beschlagnahmten Teile 3 und 4 der "Freitag der 13."-Serie, wobei das ganze teilweise eher in Richtung Fun-Splatter tendiert (wennn etwa Jason das Bett zusammenklappt,in welchem ein frisch ermordeter liegt). Am heftigsten ist sicher der Endkampf zwischen Freddy und Jason (in welchem die Gliedmassen nur so durch die Gegend fliegen) und das Massaker im Maisfeld. Diese Sequenz bietet auch einige der beeindruckendsten Szenen des Filmes: Jason läuft brennend durch das Maisfeld und wird dann durch aus einem angestochenen Fass hochschiessenden Bier gelöscht.

Fazit: eigentlich ist der Film nur ein typischer Teenie-Slasher. Die Umsetzung aber ist grandios: schauspielerisch in Ordnung, sehr spannend, kurzweilig und schön blutig. Und ausserdem lieben wir doch alle unsere beiden Pappenheimer und freuen uns (nachdem es in "Jason goes to hell" nur kurz angedeutet wurde) sie endlich gegeneinander antreten zu sehen. Nach "Alien vs. Predator" fehlt nur noch, dass sich demnächst Michael Myers und Pinhead gegenüberstehen- lassen wir uns mal überraschen...

Details
Ähnliche Filme