Obacht: Spoiler Boiler!
In München leitet eine Handvoll vertrockneter Hexen inkognito eine Tanzschule. Wenn eine Schülerin ihrem Geheimnis zu nahe kommt, heißt’s für das jeweilige Mädel meist „Tschüssikowski“. Die Neue aus New York lässt sich allerdings nicht so leicht unterkriegen…
Eine Tusse am Strick, viel blitzendes Metal, das in zartes Mädchenfleisch gestoßen wird, ein hungriger Schäferhund… - hm ja, das wär im Groben „Suspiria“ – der immer wieder gern himmelhoch jauchzend bejubelte Horrorklassiker von dem Italiener mit der geilen Tochter.
Aber wie die meisten Filme, ist auch „Suspiria“ nur ein Film. Neben ein paar coolen Kills und vielen unter Hysterie leidenden Mädels ist hier also nicht wirklich was ultra spektakuläres los.
Zugute halten muss man dem Streifen allerdings schon, dass er mit einer wahrhaftig beeindruckenden und Beklommenheit auslösenden Atmosphäre ausgestattet ist, der man sich kaum zu entziehen im Stande ist.
Darüber hinaus besticht der Film mit überaus weise in Szene gesetzten Kulissen und einem die Sinne betörenden Farbspiel, das sich echt gewaschen hat. Was Argento hier hinzaubert, kommt glatt einem auf Celluloid gebannten Gemälde gleich…
„Suspiria“ ist eben ein Triumph der Form über den Inhalt. Nett gesagt, gell, is’ nur leider nicht von mir.
Fazit:
Netter, gut bei Laune haltender, aus heutiger Sicht aber gewiss leicht schrullig und antiquiert rüber kommender und auch oft etwas überbewerteter Giallo-Klassiker, trotzdem aber mehr „Mystery“ als Mulder und Scully zusammen, ein Trip-artiges Gruselmärchen für große Kinder und zweifelsfrei eines von Argentos besten Erzeugnissen. Neben seiner geilen Tochter versteht sich.
Bunt.
Blutig.
Bizarr.
...Bimbo Timberlake :-1