A Fuim der in Minga spuit, des muss ja wos sein!
Schön, wenn ein Klassiker des Horrorfilms in Bayerns Hauptstadt spielt. Schön auch, wenn der Film überraschend gut ist. Dario Argento, in letzter Zeit mit aufwendigen aber eher lausigen Filmproduktionen a la "Phantom der Oper" oder "Masters of Horror" beschäftigt, zeigt hier, dass er anscheinend einer der progressivsten Filmemacher der späten 70er war.
Zumindest fährt er bei "Suspiria" ein visuelles und akkustisches Feuerwerk auf, dem es gelingt, den Zuschauer voll und ganz in seinen Bann zu ziehen. Leider gelingt ihm das Storytechnisch nicht ganz so gut. Die Geschichte um eine junge Tänzerin die auf ein Elite-Internat geschickt wird, dass von dunklen Mächten geführt wird, birgt in sich kaum Überraschendes oder Ungewöhnliches. Trotzdem besitzt der Film eine Stimmung, die alles andere Vergessen lässt. Während die übertriebene Farbgebung eine perfekte Gruselatmosphäre schafft, frisst sich der penetrante, unheilschwangere Soundtrack geradewegs ins Gehirn um sich dort festzusetzen.
Apropos Gehirn ...
Leider muss ich die Gore-Freaks unter euch warnen, denn "Susperia" hat zwar zwei ganz gut gemachte Tötungsszenen, so richtig die Post ab geht hier aber nicht. Dafür dauert der Film aber auch nur knappe 90 Minuten, was dieses Stück Filmgeschichte auch für Euch erträglich machen dürfte. Zieht euch einfach danach ´nen Ittenbach rein und gut is´.
Fazit:
Ein guter Film, am besten Licht dimmen, was zu knabbern her und los gehts - allerdings : als Party-Slasher-Film gänzlich ungeeignet!