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Die junge Balletttänzerin Suzy Bannion (Jessica Harper) nimmt ihr Studium an einer renommierten Münchener Tanz-Akademie auf. Während sich unter ehemaligen Eleven und Angestellten der Akademie grausame Todesfälle ereignen, forscht Suzy nach und kommt okkulten Machenschaften auf die Spur…

Dario Argento siedelt sein modernes Hexenmärchen in einem seltsam verfremdeten München an, in dem sich vertraute Orte und Plätze vermischen mit eigentümlichen Fassaden und wunderlich dekorierten Innenräumen, die einer anderen Welt zu entstammen scheinen. In dieser Fantasiestadt zwischen Wiedererkennung und Entrückung lässt Argento die Angstvorstellung von der Allgegenwart des Bösen, dem Höflichkeit, Renommee und Kultiviertheit nicht Feind, sondern Tarnung sind, damit es seine Macht ungestört am Unglück der Menschen mehren kann, zum Leben erwachen. Die geradlinige Handlung und die mitunter grob überzeichneten Figuren überflutet er buchstäblich mit Sturzfluten von faszinierenden Bildern und peitschenden Musikübergriffen, die dem Zuschauer die gewohnte Aufmerksamkeit auf Folgerichtigkeit und stetige Aufklärung radikal austreiben, bis sich die Vision von den unergründlichen Umtrieben des Bösen gänzlich in einem Strudel unkontrollierter Affekterlebnisse auflöst, der sich mit aller Kraft gegen vernunftgeleitete Betrachtungen stemmt.

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