Army of the Dead (Spoiler) Shitflix:
Nach der zusammengeschnittenen "Justice League" Miniserie, delivert Dreck Snyder wieder was. Diesmal back to the Roots, womit bei ihm alles anfing: Zombies. Der hier zudem auch noch Kamerabitch ist.
Ein Unfall sorgt dafür, dass ein Regierungstransport seine Fracht verliert. Woran erinnert das? In bester "American Werewolf in London" Manier, passiert das alles ausgerechnet an "Vollmond", als ein paar Zombies in Las Vegas eintreffen.
Menschen werden in Ferienlager untergebracht und dünnen immer mehr aus. Woran erinnert das?
Dazu wird in "Escape from New York" Manier eine wertvolle Beute inmitten das Chaos platziert. Statt einen Präsidenten, Schotter. Scheiss viel Schotter.
Es wird ein Team zusammengewürfelt. Das Suicide Soldier of Fortune Squad, angeführt von Dave Bautista. Woran erinnert das?
Die Truppe wirkt noch zusammengecasteter, als die Inzestfamilie mit Egon Kowalski von BB oder Muschi Movie. Sorry, da geht das Videostore Clerk Klischee durch mit mir. Ich meinte natürlich die allseits beliebte "Fast and (the) Furious Family".
Natürlich will die Regierung Vegas nuken, of course. Die Verluste in den eigenen Reihen, ist vorprogrammiert, of course, again.
Nach einem grandiosen Auftakt sowie in ganze, das erste zehntel des Films, das kann man tatsächlich für sich stehen lassen, ähnlich wie die geniale (rücklaufende) Anfangssequenz aus dem fünften "Resident Evil" - die für sich alleinstehend phantastisch funktioniert und nach dessen Ende 7 oder 8 Minuten Laufzeit den Rest dieses Films und inhaltlich groteske Dummheit wirklich Fremdscham pur zurückbleibt, wendet sich der Film dann auch mal wieder den Frischfleisch-hungrigen Damen und Herren zu, die wir in einem Film dieses Genres so sehr schätzen. Garniert wird das ganze mit dem typischen Netflix Grading und teils schlechtem CGI Marke 2004. Dank HDR sieht der Film aus wie jede bekannte Fastfood Kette in der Midlife Crisis. Also genau genommen das selbe wie in Resident Evil Extinction. Nur sieht der Film besser aus und hat auch mehr zu bieten. Leider verkommt der Film von diesem Zeitpunkt an zu einer absolut ideenlosen Nummernrevue die heisst: Das "10-Kleine Söldnerlein verwandeln alles in Gulasch" Prinzip.
Meine Hoffnung, einen ähnlich genialen Zombieflick wie das Dawn of the Dead Remake zu sehen, starb mit zunehmender Laufzeit. Das Scriptbaukastensystem, erinnert komplett an Bravo "Foto Love Stories" inkl. Dialoge, und nicht vorhandener dramaturgie oder spannenden Twists. Diese Vater Tochter Beziehungsschiene funktioniert so gar nicht. Zack fand sich wohl besonders kreativ als er die Zombiehorde in 2 Kategorien einteilte: Shamblers und Alphas...ughhh.
Als mögliche Entschuldigung kommt irgend jemand daher und sagt:"Hey, ist ja Popcornkino". Dem würde ich gerne mal das Popcornkino von früher zeigen. Die Idee, die Zombiehorden zu einer Horde geifernder Barbaren unter Führung ihres "Königs" und seiner Ballkönigen umzumodeln.... Srry, Nein!
Die Laufzeit ist ein weiteres, großes Manko. Das hätten andere Filmemacher in knackigen 90 Min. geschafft.
Bei so einen Film ist Acting natürlich zweitrangig. Die Schweigerhöfer Kartoffel, die im Film Dieter heisst. Aber hey, immer noch besser als Jürgen, zeigt seine volle Bandbreite an Acting Skills. Diese ist angesiedelt iwo zw. "Der Schlussmacher","Hot Dog","KeinOhrHasen","Vaterfreuden","Der Nanny" und das völlig sinnlose, inoffizielle "Tootsie" Remake "Rubbeldiekatz".Weder kann seine Stimme auf Deutsch noch auf Englisch punkten. Grauenhaft. Aber scheinbar fand irgendein Netflix Exec ihn so toll, dass man ihn gleich noch fürs Prequel als Regisseur unter Vertrag nahm. So will man wohl ein Universe schaffen. Hat schon mal nicht funktioniert. Fragt mal Universal.
Anstrengend sind mal wieder Covers bekannter Songs. Richtig wuchtig hingegen war Junkie XL's Score.
Wenn man schon Fehler macht, darf der größte nicht fehlen, der kurz vorm Endspann gemacht wird. Da fällt einem echt nichts mehr ein. Das einzig wirklich sehenswerte Highlight war der [spoiler]Zombietiger Kill[/spoiler].
Fazit: Schade, Ich hatte mir die "Fallout: Vegas" Gameverfilmung viel besser vorgestellt und mit weniger zusammengeklauten Versatzstücken aus anderen Filmen, was mich unweigerlich an "Sucker Punch" erinnert. Was lernen wir daraus? Synder ist immer noch am besten, wenn eine Vorlage existiert. Abgehen von Justice League. Der ist in keiner Schnittfassung gut.
Ich geh jetzt "Army of the Dead" schauen mit Ross Kelly und danach "Doomsday".
P.S.: Statt "Army of the Dead", wäre "Cringe of the Dead" oder "Army of the Cringe" ein besserer Titel gewesen.
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