Sollten The Asylum ein kleines Dino-Franchise etablieren wollen, müssen sich Trashfreunde auf weniger rosige Zeiten einstellen. Denn bereits das Pendant „Triassic World“ krankte an eindimensionalen Abläufen und spannungsarmer Action, während vorliegende Fortsetzung in dieselbe, auf Dauer recht ermüdende Kerbe schlägt.
Der Transport zweier gengezüchteter Allosaurier schlägt fehl, die Tiere können entkommen und sich in den Gebäudekomplex einer verwaisten Fabrik zurückziehen. Ein Team von fünf Söldnern soll die Dinos möglichst lebend einfangen, woran der Unternehmer Jordan (Michael Paré) ein gesteigertes Interesse hat, - schließlich will er die Viecher als unzerstörbare Biowaffen an den Meistbietenden verhökern…
Wie gewohnt geht es bei Asylum rasch zur Sache und der Zwischenfall beim Transport ereignet sich innerhalb der ersten Minuten. Der Rest spielt sich allerdings in den karg eingerichteten Räumlichkeiten der verlassenen Industrieanlage, einschließlich des Daches ab, was in seiner Machart an ein erweitertes Theaterstück erinnert, indem dieselben Kulissen in ihrer starren Form immer und immer wieder zum Einsatz kommen. Von einer Hatz durch abwechslungsreiche Kulissen ist man damit meilenweit entfernt.
Obgleich es im letzten Drittel noch zu einem kleinen Twist kommt, sind die Figurenzeichnungen simpel angelegt und Gut und Böse rasch einzuordnen. Gegenüber den dubiosen Gestalten des Triassic Konzerns handelt es sich bei den Söldnern um geradezu herzensgute Mitmenschen, zumindest innerhalb des Teams. Der Leiter desselbigen wirkt zwar eher wie ein Kaufhausdetektiv im ersten Tätigkeitsmonat, wogegen die Fieslinge immer neue Trümpfe aus dem Ärmel zaubern. Das geht sogar bis zu einer verankerten Ladung C4 im Hirn der Kreaturen, doch auch das ändert kaum etwas an der wenig erbaulichen Action.
Denn das latente Geballer (es müssen nie Magazine getauscht werden, weil erst gar keine vorhanden sind) könnte man sich binnen weniger Momente schenken, - die Monster sind dadurch kaum zu beeindrucken. Ein Messerstich (hinter halb geöffneter Tür) ist da angeblich wirkungsvoller, wovon einige Tropfen Blut an eben jener Tür zeugen sollen. Ohnehin geht es ernüchternd blutarm zur Sache, denn trotz einiger Enthauptungen fließt fast gar kein Blut.
Das mag primär an der lieblosen Ausarbeitung der CGI-Dinos liegen, die deutlich zu steril durch die Gegend latschen und kaum Details erkennen lassen.
Umso mehr Details der natürlichen Alterung sind an Linnea Quigley auszumachen, die in den 80ern in einigen Horrorfilmchen die Scream Queen mimte. Mit eher unpassendem Lippenstift und zweifelhaft blonder Lockenpracht steht sie eher auf der Stufe der Dinos (in mehrerlei Hinsicht), während sich Michael Paré noch relativ glimpflich aus der Affäre zieht, indem er nur auf einem augenscheinlich bequemen Sessel hockt und ein wenig telefoniert. Den übrigen Akteuren nimmt man immerhin eine gewisse körperliche Fitness ab.
Aussie und Harriet heißen übrigens die Dinos, die im Verlauf kaum für Überraschungen, noch für abwechslungsreiche Action sorgen. Obgleich der Score bemüht antreibt, will einfach kein ordentlicher Fluss entstehen, zumal unnötige Flashbacks mit reduzierten Kontrasten komplett unnötig erscheinen. Das Ergebnis ist noch schwächer als der bereits uninspirierte Vorgänger.
3,5 von 10