Na was haben wir denn hier? (Eigentlich) Ein weiteres Stück übelsten Hardcore-Trash, für all jene, die sich selbst bei den größten Müllfilmen noch köstlich amüsieren können. Dieses mal gewürzt mit viel nackter Haut und einem mörderisch bösen Kane Hodder, der schon als Jason-Darsteller überzeugen konnte. Es hätte also ganz nett werden können. Leider krankt aber auch "DarkWolf" an einer typischen Krankheit, die wohl irgendwie alle Trash-Filmchen von heute befällt: Der Langeweile!
Im Grunde ist "DarkWolf" eigentlich ein Trash-Spektakel, bei dem mal wieder alles so falsch gemacht wurde, wie man es sich fürs Genre nur wünschen kann;) Die Werwolf-Story des Films ist so etwas von abgelatscht und logikfrei, dass es fast schon weh tun möchte. Wieder einmal wurde allerhand grenzdebiler Blödsinn in eine Trash-Story geschustert, dass man sich nur fragen kann, welches kranke Vollidioten-Hirn sich so etwas ausdenkt! Von Innovation ist hier wirklich nichts zu spüren, außer vielleicht, was die Nackedeis dazwischen angeht, denn davon gibt es, für US-Film-Verhältnisse, doch einige zu sehen.
Und damit hat "DarkWolf" zumindest einen wichtigen Punkt, des Trash-Genres, ganz annehmbar erfüllt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Ami-Filmen, gibt es hier sogar mal mehr zu sehen, als nur die üblichen 08/15-Brüste (ja ich meine damit auch andere Körperregionen des weiblichen Körpers;)). Und die zu bestaunenden Models sind allesamt auch ganz lecker ausgefallen.
Zudem ist eigentlich auch der Gore-Gehalt ganz in Ordnung. Allerdings ist die Inszenierung dieser Effekte dann doch recht nüchtern ausgefallen. Wo bei anderen Trash-Granaten wenigstens diese Szenen meist ganz ordentlich inszeniert wurden, so sind sie hier leider im Einklang mit der restlichen Inszenierung und die ist natürlich ebenso unterirdisch, wie die Story.
Ja, hier blitzen noch glühend rote und wie auf einem C64 animiert wirkende Werwolfaugen auf, bei denen man fast nicht anders kann, als sich schiefzulachen. Dazu Verwandlungen, bei denen man eher das Gefühl hat an einem PC-Spiel zu sitzen, als in einem Film. Und zudem sind natürlich auch die Kostüme und alle Kulissen wirklich unterste Schublade und der Score ist schrecklich nervtötend.
Ok, für Trash-Freaks wäre das ja nun eigentlich gerade das Non-Plus-Ultra, doch was nützt all der Mist, wenn er so tödlich langweilig ausgefallen ist, wie hier? Bis auf die oben genannten Nackt-Szenen und den ein oder anderen gar scheußlichen Special-Effekt, hat der Film leider absolut nichts zu bieten, was irgendwie unterhaltsam wäre. "Regisseur" Richard Friedman hat das dusselige Treiben leider viel zu ernst inszeniert und bietet an den meisten Stellen zudem nahezu einen filmischen Stillstand. Und irgendwelche herrlich blöden Dialoge sind genauso wenig zu erwarten. Somit bleibt dann, unterm Strich, selbst für Trash-Fans nicht mehr viel übrig.
Einzig und allein die Darstellerleistungen sind allesamt gar nicht mal so unterirdisch, wie man es im Voraus erwarten würde. Zwar kann man hier auch (bei weitem) noch nicht von "guten" Leistungen sprechen, doch für Genre-Verhältnisse schlägt das Ensemble hier eigentlich ganz wacker. Vor allem Kane Hodder kann, wie immer, gefallen.
Fazit: Langweiliges Trash-Spektakel, höchstens für den ganz harten Kern der Genre-Fans interessant! Die miese Story und die schmerzhaft billige Inszenierung hätten eigentlich für Trash-Fun ohne Ende sorgen können, doch bis auf ein paar nackte Tatsachen, manch funkelndem roten Auge und Verwandlungsszenen die man für 1,50 Euro im nächsten Computershop haben kann, gibt es hier wirklich nicht viel zu lachen, sondern eher viel zum gähnen. Nur Kane Hodder und Co. können das Ganze noch ein wenig retten!
Unterm Strich also wirklich nur den härtesten Trash-Maniacs zu empfehlen!
Wertung: 3/10 Punkte