Und die Affenbande brüllt!
Ähnlich wie in "Savage Harvest" gestern treiben auch in diesem Tierhorror aus den 80s die Dürre, die Hitze, der Klimawandel (!) die Tiere (hier: Paviane in rauen Mengen!) zu den Menschen. Mit nur einem Ziel in ihren ausgetrockneten Köpfchen... Fleisch!
Da brennt nicht nur der Po...
John Rhys-Davies. Die echte Savanne. Und aggressive und ungemein viele Affen. Das sind die Argumente mit denen "In the Shadow of Kilimanjaro" punktet. Genauso Abenteuer wie Horror. Höllisch heiß. Die Affenmassen sind beeindruckend. Anfangs kommen etwas afrikanische "Wages of Fear"-Vibes auf. Es dauert zu lange bis er in die Gänge kommt. Aber wenn die Affen einmal brüllen, jagen, kratzen und fressen, dann hat er seine erschreckenden Momente. Instinktiv. Fies. Gefährlich. Hungrig. Seine exotischen Schauplätze und handfesten Gemeinheiten helfen, sind ein lobenswertes Gegengewicht zum CGI-Brei mit dem heutzutage sowas inszeniert werden würde. Wenn es denn überhaupt angefasst würde. Ich mag solchen platten, muffigen Affenterror aus einer haptischeren Zeit. Die Sonnenaufgänge und roten Hintern, die Hektik und der Horror, die Angst und das Gruppenverhalten, die Panik und die Prärie. Da greifen die Rädchen schon interessant ineinander. Andererseits klimpert, plämpert und dödelt das Ding auch lange Zeit dermaßen herum, dann wird in kritischen Momenten weggeblendet und richtiges Abenteuerflair will auch nicht entstehen. Vor allem sind einem die Figuren sträflich egal. Sodass es eine trockene Jagdszene nach der nächsten bleibt - mit einer dann doch sehenswerten Kulmination und Exotikbonus. Streng genommen aber nie lang genug im grünen Bereich. Er spult seine "Jaws"-Muster ab. Rhys-Davies verleiht mehr Würde und Gravitas als es der Rest des Films eigentlich verdient hat. Da sind manche Nachmittage an der Affeninsel im Kölner Zoo aufregender...
Fazit: zögerlicher und zahlreicher Affenterror in toller Kulisse und durchaus mit schwitzigen Stellen. Vor allem durch die schiere Anzahl und Gier der Primaten... Insgesamt jedoch trotzdem eher zahm, zäh, zurückhaltend. Passabel. Wenn überhaupt. Trotzdem hätte er endlich eine hochauflösende Heimkinoveröffentlichung verdient. Allein wegen dem tollen Kenia...