Review

Schön,daß diese Märchenverfilmung eine recht kurze Laufzeit aufzuweisen hat,nicht etwa weil der Film schlecht wäre,sondern weil es genau der Zeit entspricht,um am Sonntagnachmittag beim Tantchen mit Kaffee und Kuchen die Zeit zu verbringen.

Hänsel und Gretel leben mit ihren Eltern in ärmlichen Verhältnissen,der Hauswirt Herr Bombast droht mit Rauswurf.Um den Eltern Geld zu beschaffen,machen sich die Geschwister auf in den Wald.Hier soll ein Haus versteckt sein,das einen Schatz beeinhaltet,der von einer Hexe bewacht wird.

Es wurde ein wenig an der Grimm-Vorlage geändert.Nicht die Eltern setzen die Kinder im Wald aus,sondern alles geschieht aus Eigenantrieb.Der Rest hält sich gut an die Vorlage und kann besonders im Winter das kindliche Gemüt in einem streicheln.
Minimalistische Theaterkulissen sind da ebenso stimmig,wie die enorm aufwendige Musik,durch die das Märchen fast wie ein Musical rüberkommt.
Auch ein Pluspunkt ist die Gestaltung des Knusperhäuschens.Knallig bunt und phantasievoll ausgestattet,ein Hingucker nicht nur für Drogenkonsumenten.
Recht drollig ist auch der von den Kindern erbaute Schneemann,der lebendig wird,Pfeife raucht und dem garstigen Hauswirt eins mit der Rute verpasst.

Die Darsteller sind ganz gut besetzt,wenn die Kinder auch ihre sichtlichen Probleme haben,überzeugend rüberzukommen.
Alles in allem recht liebevoll und sympathisch umgesetzt und als kurzweiligen Zeitvertreib beim Besuch von Tantchen sehr zu empfehlen.
7 von 10 Punkten

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