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"Funsplatter" hat irgendein Scherzkeks vom Verleih auf das DVD-Cover gedruckt - drin ist aber nur purster Trash, den die Produzentin im Interview auch noch als lustiges Drehbuch verklärt.
Mag sein, daß das Skript in Schriftform noch so seine Momente hatte, doch in Filmform wird eine Horror-Parodie aus der untersten Schublade daraus, der nicht mal FX-Maestro Tom Savini gerecht wird, der das hier wohl am Wochenende nebenbei runtergerissen hat.

"Bloodsucking Pharaohs in Pittsburgh" ist der malerische Originaltitel und bei solchen lyrischen Ergüssen ist es mit dem Inhalt nie sehr weit.
Es gibt einen geheimnisvoll gewandten Killer, der reihenweise Prostituierte metzelt und ihnen Organe entnimmt, während zwei Dumpfcops den Knoten lösen sollen. Der eine ist ein vegetarisches Hutzelmännchen mit einer kettenrauchenden Kreische von "Frau", der andere ein heruntergekommenes Triefauge, das kein Blut sehen kann. Dann mischt noch ein Politessenmäuschen mit Bubikopf und dicken Okolyten mit, der Chef schreit rum und wünscht beiden einen baldigen Tod und zwischendurch wird mal eine Professionelle abgemurkst.

Das ist alles so grenzenlos überzogen und dämlich, daß "Police Academy"-Filme wie studiertes Filmmaterial wirken, albern bis zur Schmerzgrenze und von den F-Schauspielern (von denen man garantiert noch nichts gehört hat) lausig runtergerotzt. Billig und schundig, dabei technisch nicht mal auf der Höhe, die Splatterhöhepunkte finden sich in Ansätzen erst bei den "Deleted Scenes" und allerhöchstens Trashfans haben da noch was zu lachen.

Manchmal bemüht man sich um Python-Qualität (wie bei der Raucherentwöhnung), aber meistens ist dieser banale Müll einfach schlecht getimt. Gegen Ende präsentiert man uns dann noch ein ledergewandetes Mägdelein mit Kettensäge und ein paar Maskeneffekte, aber da ist der Scherz definitiv schon durch.
Endlich ein Horrorfilm für die, denen es vor gar nichts graut - die sind hier total richtig. (1/10)

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