Review

Der unerreichte Höhepunkt des damals noch jungen Komikers nach etlichen erfolgreichen Live- und TV-Auftritten ist die Krönung von Produzent Horst Wendlandt in Form eines noch erfolgreicheren Kinofilms (14 Millionen Besucher BRD & DDR). In diesem hat Waalkes seinen stärksten Auftritt als Vollblutanarcho, der zwar vor dem Publikum im Altenheim versagt, einem Rammler aber zur Flucht verhilft, zwei Gaunern das Handwerk legt und als Zombie-Heino wiedergeboren wird. Was dieser deutschen Komödie besonders gut tut ist die grandiose Handschrift von Kameramann (Das Ass der Asse, Der Außenseiter) und Regisseur Xaver Schwarzenberger, der dem Außerfriesischen eine kollosale Gag- und Nummernrevue vom Allerfeinsten spendiert. Die Witze haben natürlich nicht immer die besten Pointen, aber über Kaninchenfürze, Schaf Harald, zementierte Springböcke, kleine grüne Kaktusse, Flopmann Karl Lieffen, den besoffenden Clochard Heesters und Neger-Sklaven Günther Kaufmann kann ich auch heute noch feixend meinen Filmabend verbringen. Und was ich noch sagen muss: SOWAS fehlt der Filmlandschaft heute leider: eine unbekümmerte Art, frech, parodistisch, surreal, ohne Zwang, politisch frei von Vorurteilen. Bei Manitu: Otto ist und bleibt eben Kult!

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