Review
von Leimbacher-Mario
Hai-dewitzka, Herr Kapitän
„Great White“ befindet sich irgendwo in den salzig-blutigen Gewässern zwischen „Open Water“ und „The Shallows“. Kennt man, nimmt man mit, kaut drauf rum, spuckt es aus. Kalorienarme Haisuspense- und action, die nie gegen den Strich geht, seinem Subgenre aber auch rein gar nichts auch nur halbwegs Neues oder Tolles abkauft… Handlung: Ein Ausflug mit dem Wasserflugzeug geht gehörig schief, sodass fünf mehr oder weniger sympathische Leute nun im Rettungsboot und umschwommen von einem hungrigen, großen weißen Hai um ihr Überleben kämpfen…
Haifilme gehen immer, sie sind die Speerspitze des filmischen Tierterrors und für mich unterhaltungstechnisch sehr nah mit dem Slasher verwandt. Jedoch wird es für sie auch immer schwerer mich zu überzogen, geschweige denn von den Socken zu hauen. „Great White“ verkörpert diese Vorzüge und Nachteile seines Metiers ziemlich auf den Punkt. Manchmal recht realistisch, manchmal plump und dumm. Zwischen Häckchen dran, echter Spannung und bissfester Haiaction. Die Tiere sieht man wenig, wenn dann sehen sie aber ordentlich aus. Die Tode bleiben blass und sind selten grausam genug. Das Finale holt nochmal aus und was raus. Die Figuren sind Klischeeware, vom elitären Arsch bis zur Schwangeren. Ein paar Shots der brausenden Natur zu Meer sind fein. Die Laufzeit strapaziert es nicht über (obwohl vielleicht sogar noch mehr Zug drin gewesen wäre). Score bleibt unauffällig. Alles in allem ein Opfer seiner Umstände und vielen Konkurrenten. Kein mieser Film. Nur eben eher eine solide Schlafmütze. Trashig jedoch kein Stück. Was gut ist.
Fazit: vollkommen austauschbarer, schmerzloser und spassbefreiter Haihappen - tut nicht weh, interessiert jedoch auch kein Reh.