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Zu Beginn wird von Jason ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Die Ganoven flüchten in einem Wagen, den sie an der Straße stehen lassen, und mit einem anderen Auto weiter fahren. Als sie an zwei Polizisten vorbei kommen, zögern sie erst, brettern dann aber weiter. Doch die Cops können die Gangster stellen. Und dann schießen diese die Räuber über den Haufen. Nur Jason bleibt übrig. Doch die Polizisten haben es nicht auf Jason sondern auf die Beute abgesehen, denn sie sind Komplizen. Jason kann jedoch das nicht durchgehen lassen, und erschießt die Gesetzeshüter.

Aber er macht dort nicht halt, denn er hat für seinen Bruder Adam einen Auftrag zu erledigen: Er soll die anderen kriminellen Bosse ausschalten, und dies gelingt ihm ohne Probleme. Doch er will als Belohnung dafür die Beute des Raubzuges für sich behalten. Ihre Mutter, Martha, wäre damit einverstanden. Deshalb macht sich Jason mit seiner Freundin Karen auf und davon. Doch er hat eine Grundregel nicht bedacht: Vertraue niemals einer Frau. Denn kurz darauf steht sein Bruder mit seiner Gefolgschaft vor ihm, und er will wissen, wo die Beute ist. Jason will es ihm nicht verraten. Selbst als seine rechte Hand durch eine Injektion für immer unbrauchbar gemacht wird, will Jason das Versteck seinem Bruder nicht Preis geben. Doch dann macht Adam Anstalten, sich über Karen her zu machen, und Jason gibt klein bei und verrät ihm, wo Adam die Juwelen finden kann. Aber Karen wäre von ihm nicht vergewaltigt worden, denn Karen und Adam sind seit Längerem ein Paar und Jason ist derjenige, der von den beiden ausgetrickst wurde. Und sie lassen ihn zurück.

Jason schleppt sich alleine schwer verwundet weiter, bis er von zwei Farmarbeitern aufgelesen wird, die ihn zu Barbara, der Grundbesitzerin, bringen und er sich dort erholen kann. Und er sinnt nur noch auf Rache, obwohl er seine rechte Hand nicht mehr benutzen kann, denn er will diese Familienschande, die nicht mal seine Mutter verhindern konnte, rächen...

Als der Film begann, kann man noch denken, dass man es mit einem richtig guten Kriminalfilm zu tun bekommt. Diese Ansicht ist allerdings falsch, denn es geht hier nicht um Polizeiermittlung, sondern um den Zwist zwischen Adam, der von Klaus Kinski hervorragend in Szene gesetzt wird, und Jason, der von Giuliano Gemma verkörpert wird. Zwischen beiden steht Rita Hayworth in der Rolle der Martha, als Mutter der beiden. Doch anscheinend ist sie die meiste Zeit einfach zu betrunken um wirklich etwas gegen das Treiben ihrer Kinder zu unternehmen.

Die Handlung ist sehr einfach gehalten und wäre in 5 Minuten zu erzählen gewesen. Das macht den Film aber überhaupt nicht schlecht, denn gerade die Darstellung hier ist es, die durchaus für Unterhaltung sorgen kann, auch wenn anteilig die Spannung wie bei einem waschechten Gialli auf der Strecke bleibt. Die Besetzung ist jedenfalls hervorragend ausgewählt worden.

Bild und Ton sind gerade noch so in Ordnung, auch wenn der Ton durch ein recht aufdringliches Rauschen an Qualität verliert. Das Bild ist in Ordnung, wenngleich es insgesamt ein wenig zu hell erscheint.

Schade das manche solcher alten Filme in den Archiven versauern und nur darauf warten von irgendjemandem wieder veröffentlicht zu werden.

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