Für Fans der Vorlage, also der "Hulk"-Comics, ist der Film extrem schwere Kost. Was bei Spiderman noch recht gut gelingt, wird hier maßlos übertrieben: sehr mühsam wird eine Story um den Titelhelden herum aufgebaut. Der Film wird unnötig in die Länge gezogen. Langsam, langatmig, ermüdend und schwerfällig. Es dauert ewig, bis der Titelheld zum ersten Mal so in Aktion treten darf, wie man es aus den Comics her kennt. Überall zwischenmenschliche Probleme, die teils sehr an den Haaren herbeigezogen scheinen und als lange einziger Grund herhalten müssen, damit der Hulk sich verwandeln darf. Die Überblendungen, die gelegentlich eingesetzte Split-Screen-Technik und die düster grün-violetten Sequenzen strapazieren die Geduld des Zuschauers. Es wirkt so als wollte der Regisseur zeigen, was er alles in dieser Beziehung zu bieten hat.
Fazit: Wer einen Actionfilm auf Basis der Comic-Vorlage erwartet wird schwer enttäuscht. Das reicht nur für 3 von 10 Punkten!
PS: Ich selbst habe drei Anläufe gebraucht, bis ich den Film tatsächlich komplett gesehen hatte... bin immer wieder eingeschlafen.