Zu Beginn des letzten Jahrzehnts entstand ein regelrechter Boom bei der filmischen Umsetzung von Marvel- Comic- Helden. Digitalle Effekte aus dem Rechner waren inzwischen fortgeschrittener und es war nicht mehr so schwer komplizierte oder unmögliche Effekte zu erschaffen. Den Anfang machten "Blade" und "Spiderman". Es folgten "Daredevil" und "X- Men", worauf das letztere ziemlich erfolgreich war. So war es eine Frage der Zeit sich mit dem tragischsten aller Helden zu beschäftigen: Der Hulk.
Vom Hulk gab es eine Serie, mehrere Zeichentrickfilme und einige TV- Specials. Vor allem die Fernsehserie mit Bill Bixby und Lou Ferrigno bleibt vielen in Erinnerung. Obwohl man zu billigen Mitteln griff, wie z. B. das grün anmalen von Bodybuilder Lou Ferrigno, sorgte sie für hohe Einschaltquoten. Hier wurde mehr auf die Tragik der Figur eingegangen. In jeder Folge versuchte er als gebrochener Held sich von diesem Fluch zu befreien. Nichtdestotrotz tingelte Bruce Banner von Stadt zu Stadt, um Witwen und Waisen aus der Misere zu helfen. So war die Serie. Nach drei Fernsehfilmen, wo Hulk auf Thor trifft und schliesslich im letzten Teil stirbt, wagt sich vorerst kiener um eine weitere Umsetzung.
Als dann Hulk 2003 das erste mal über die Kinoleinwände flimmerte, waren die Meinungen zwiegespalten. Für viele hatte der computeranimierte Hulk eher Shrek- Niveau. Es gab sogar Leute, die behaupteten, Hulk würde wie ein grünes Gummibärchen aussehen. Trotz der überaus vernichtenden Kritik konnte sich die Besetzung durchaus sehen lassen. Als Bruce Banner castete man den unverbrauchten Australier Eric Bana, der in seiner Heimat mit der Verfilmung des berühmt berüchtigten Mark Brandon "Chopper" Read für furore sorgte. Eigentlich machen Bana und Co- Darsteller wie Nick Nolte und Jennifer Connelly ihre Sache gut.
Trotzdem muß man paar Fakten bemängeln. Man sieht den Hulk überwiegend im dunkeln und es ist schwer zu erkennen, was sich da abspielt. Außerdem ist die wilde Rauferei gegen die drei mutierten Kampfhunde mehr als lächerlich. Selbst die mutierung seines Vaters David Banner zieht sich unnötig in die Länge. Aber zu den Highlights gehören sicherlich das demolieren von Panzern und Hubschraubern oder das weite springen zwischen den Wäldern.
FAZIT:
Trotz seinen vernichtenden Kritiken ist diese Comic- Adaption weitaus besser gelungen als der nachfolgende Film " Der unglaubliche Hulk" von 2008. Ang Lee hat im grunde genommen nichts falsch gemacht. Der Film wird deshalb keinem gerecht, weil die Figur zu kompliziert ist..
Na immerhin 6 von 10 Punkten.