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Im Zweiten Weltkrieg soll ein Trupp aus fünf G.I.s die Pläne für den deutschen „Plan K“, einer geplanten Offensive, aus einer Villa hinter feindlichen Linien in Italien stehlen. Das Team soll Unterstützung von Doppelagentin Helga erhalten, doch auf die hat SS-Sturmbannführer Hans Müller bereits ein wachsames Auge.


Regisseur Gianfranco Parolini, der sich hier hinter seinem Alias Frank Kramer versteckt, hat mit Five for Hell einen der prägendsten Macaroni-Combat-Filme geschaffen. Ungeniert kopiert er The Dirty Dozen und mixt diverse Elemente der Spaghetti-Western mit hinein.


Gianni Garko als harter Lieutenant bringt coolen Charme, Kinski als sadistischer Nazi-Colonel ist wieder wunderbar hassenswert und Margaret Lee sorgt als Spionin nicht nur bei Kinski für Ablenkung. Der Rest, vor allem Sal Borgese ist immer gern gesehen, agiert solide.

Der Film kann sich aber nicht recht entscheiden, ob er ernster Kriegsfilm oder Komödie mit Spencer/Hill-Einschlag sein will, denn die charakteristisch übertriebenen Prügelsounds wirken genauso deplatziert wie der teils stark nach Spaghetti-Western klingender Score und die witzige bis aberwitzige Akrobatik mit einem Trampolin. Der Baseball-Gag und die Springerei sind genau genommen ziemlich doof, gleichzeitig sind sie aber auch sympathisch und amüsant.


Regie und Kamera funktionieren, die Action ist weitgehend sauber inszeniert, wenngleich blutleer und ähnlich dödelig, denn die Amis treffen fast alles, die Nazis patzen rum und fallen wie die Fliegen. Die Story plätschert unterhaltsam, aber spannungsfrei dahin, Training und Infiltration bieten wenig Höhepunkte. Wenig Unterhaltungswert bietet allerdings eine mit viel zu fröhlicher Musik unterlegte Szene mit erpresstem Sex, was aber ins Bild passt, denn der Score trifft nie den richtigen Ton.


Etwas zahnloses, aber witzig-doofes Macaroni-War-Mischmasch mit Kinski und exzentrischer Waffe (Baseball) als Highlights. Macht Spaß, wenn man’s nicht ernst nimmt.



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