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Falls einem der zweite Spielfilm der Regisseurin Sian Heder bekannt vorkommt, dann hat man vielleicht mal „Verstehen sie die Béliers?“ (2014) gesehen. Zwar sagte Heder in einem Interview, dass man daraus etwas Eigenständiges erschaffen wolle, am Ende ist es aber fraglos ein Remake für den US-Markt geworden. Und so bleiben die Überraschungen aus, kennt man den Film aus Frankreich. Aber auch sonst.

Die siebzehnjährige Ruby (Emilia Jones) ist die einzige Hörende in der Familie. Mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder geht sie der Fischerei nach, wobei die anderen Familienmitglieder oftmals auf ihre Hilfe als Übersetzerin angewiesen sind. Dies stellt zunehmend ein Problem dar, da Ruby, ermutigt von einem Lehrer, ihren Gesangsunterricht vorantreiben möchte.

„CODA“ ist ein leicht verdaulicher Mix aus coming of age und Familiendrama, der inhaltlich recht vorhersehbar ist – selbst ohne Kenntnis des Originals. Es geht alles seinen wohlbekannten Weg; alle Zutaten, die es für solch eine Mischung bedarf, werden verlässlich untergebracht.
Das Ensemble ist durchaus gut, allen voran Emilia Jones. Das Spiel der Beteiligten wirkt lebendig, wozu auch beiträgt, dass alle gehörlosen Figuren auch von ebensolchen Darsteller:innen gespielt werden. Letztlich bewegen sie sich aber in einem auf Massentauglichkeit getrimmten Pfad, der mit der Zeit ob seinem Abklappern aller Klischees langweilt.

Bleibt also ein formelhaft inszeniertes Remake ohne Überraschungen, aber mit einem gut aufgelegten Ensemble.

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