Tammy (Jessica Chastain) und Jim Bakker (Andrew Garfield) bauen sich ein christliches Medienimperium bis hin zum eigenen Fernsehsender und Freizeitpark auf, stolpern aber über allzu menschliche Fehlbarkeiten.
Überwiegend begleitet der von Michael Showalter inszenierte Film das Paar Jim und Tammy, erst gegen Ende steht dann Tammy überwiegend im Mittelpunkt.
Selbst in seinen dramatischen Szenen wirkt der Film einfach (unfreiwillig) komisch. Ich kann dieses Szenario nicht ernst nehmen. Dazu sind die Figuren zu theatralisch und entrückt. Die leicht irren Blicke und das Gebaren wirken wie aus einer ungelenken Sitcom. Und anzunehmen, dass diese Leute genau so drauf waren, macht das nur noch lustiger. Das gilt auch für die ganzen Menschen, die bei sowas mitmachen. Dieser ganze religiöse Irrsinn ist mir aber auch höchst zuwider, von daher konnte ich nicht wirklich ernsthaft an die Thematik herangehen. Am Ende des Tages sind es doch nur Lügner und Heuchler.
Jessica Chastain und Andrew Garfield spielen in dieser Freakshow entsprechend drüber, allerdings macht dieses doch unterhaltsame Spiel irgendwie Spaß. Darstellerisch kann man nicht meckern, beide sind wandelbar, wobei Chastain unter dem Make-up kaum zu erkennen ist und Garfields Alterung nicht immer überzeugt. Ihre Leistung ist aber auch das Interessanteste an dem Film. Die Ausstattung ist passend, visuell gibt sich dafür alles recht konventionell.
Witziges Schmierentheater mit ekelhaften Menschen, die andere Menschen geschäftsmäßig über's Ohr hauen und das ernst meinen. Es ist schwer vorstellbar, dass der Film keine Satire sein soll. Zu sehr Farce, selbst wenn es real ist.