Für mich einer der besten Tierhorrorfilme überhaupt!
Es ist bestimmt 5 Jahre her, seit ich RAZORBACK zum letzten Mal gesehen habe. Dennoch kann ich mich erstaunlich gut an den Film – und sogar noch an zahlreiche Details – erinnern. Und dies finde ich nicht unbedingt selbstverständlich, da ich seither doch mehr als 20-30 andere Filme gesehen habe... ;-)
Australien ist bestimmt nicht das Land, in welchem viele meiner Lieblingsfilme realisiert wurden. Einer der einzigen anderen australischen Filme, der meinen Filmgeschmack nachhaltig beeinflusst hat, ist der trashige, wirklich kurzweilige Genremix ESCAPE 2000 (INSEL DER VERDAMMTEN). O.k., der "spezielle" Melt-Movie BODY MELT gehört auch noch dazu.
Zurück zu RAZORBACK. Heutzutage scheinen viele Leute gleich enttäuscht zu sein, wenn ein solcher Genrebeitrag nicht zahlreiche blutige Goreszenen und/oder tolle Spezialeffekte bietet. RAZORBACK ist jedoch ein hervorragendes Beispiel dafür, dass ein Genrefilm auch praktisch ohne solcher Szenen bestens "funktionieren" kann!
RAZORBACK lebt größtenteils von der tollen Atmosphäre. Und auch von der Spannung.
Klar, im ersten Drittel des Films gibt es kleinere Längen sowie einige wenige Szenen, auf die man ruhig hätte verzichten können...
Die Aufnahmen, der Score, die Leistungen (fast) aller Darsteller usw., ja, praktisch alles an diesem leider viel zu wenig bekannten Film kann/muss als sehr gelungen bezeichnet werden!
Die kargen Landstriche Australiens sind natürlich bestens für einen solchen Film geeignet. Von wunderschönen Sonnenaufgängen bis hin zu düster-atmosphärischen Aufnahmen in einem Schlachthaus, es überrascht keineswegs, dass der Film für Schnitt und Kameraarbeit mehrere Filmpreise eingeheimst hat!
Regisseur Russell Mulcahy drehte übrigens kurze Zeit nach RAZORBACK den Genreklassiker HIGHLANDER, welcher natürlich der weit bekanntere Film ist. Keine Überraschung, dass ManCity RAZORBACK sehenswerter findet...
7,5 Punkte