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Der Ex-Soldat Toby wird von seinem ehemaligen Vorgesetzten Captain Howard damit beauftragt, illegalen Waffenlieferungen an mexikanische Rovolutionäre auf den Grund zu gehen... und bei erfolgreicher Aufklärung der Angelegenheit winken 50.000 Dollar als stattliche Belohnung. Mittels einer List versichert Toby sich daraufhin der Hilfe seines alten Kumpels Butch und gemeinsam kommt man dem Drahtzieher Clydeson auf die Schliche, der sein Augenmerk auf den Prototyp eines neuen Revolvers gelegt hat, den er unbedingt in die Griffel kriegen will... "Vier Fäuste schlagen wieder zu" gibt den Startschuss für das Bud Spencer/Terence Hill-Copycat-Duo Paul L. Smith und Antonio Cantafora (alias Michael Coby), mit dem einige dreiste italienische Produzenten Mitte der 70er Jahre auf der Erfolgswelle ihres landeseigenen Export-Schlagers mitschwimmen wollten... und das stilecht in Form einer Western-Komödie, die hierzulande dann auch in passender Sprücheklopfer-Manier synchronisiert wurde, um als früher Vorläufer heutiger Mockbuster-Filmchen den Schwindel (fast) perfekt zu machen. Anders als aktuell bei The Asylum & Co wurde hier allerdings ein Mindestmaß an Aufwand betrieben, um - wenn man den Vorbildern schon nicht das Wasser reichen kann - ein zumindest mittelmäßiges Ergebnis zu erzielen. Mit Ferdinando Baldi hatte man da einen Regie-Handwerker am Set, der routiniert genug inszeniert (und auch die Vorlagen exakt genug abkopiert, von den Prügel-Moves bis hin zum Bohnen fressen), um für ein akzeptables Erscheinungsbild zu sorgen, welches geringen Ansprüchen allemal genügt. Den Rest besorgen dann die beiden Spencer/Hill-Faksimiles, die sich nach Art der Originale hier ebenfalls nach Leibeskräften durch eine nichtige Handlung kloppen, die dann auch noch ganz passend mit einem Oliver Onions-liken Liedchen in Dauerschleife auf der Tonspur unterlegt ist. Negativ zu Buche schlagen da hingegen ein schwachsinniger Plot, der keinen Sinn macht und sich ziemlich im Kreis dreht, aber auf den dann doch irgendwie ein zu hohes Augenmerk gelegt wird, sowie einige humorige Cringe-Momente und Running Gags, die nicht mal im Ansatz zünden, was bei den Vorbilden ja niemals der Fall gewesen ist. Vergleicht man ihn wirklich en detail mit "Die rechte und die linke Hand des Teufels" und "Vier Fäuste für ein Halleluja", dann kommt dieser Abklatsch ergo wesentlich weniger charmant daher und lässt auch eine vergleichbar gute Chemie zwischen den Hauptdarstellern vermissen, aber die Masche hat doch offenbar ausgereicht, um noch vier weitere Streifen mit Smith und Coby nachzuschieben. Also: Für die allerhärtesten Fans des Prügel-Duos Spencer/Hill, die sämtliche Filme ihrer Helden dank zahlloser TV-Wiederholungen in den letzten Jahrzehnten bereits auswendig mitsprechen können, ist bei "Vier Furzer fausten wieder rein"... äh, "Vier Fäuste schlagen wieder zu", mein' ich... mit zusammengekniffenen Augen doch ein Blick drin.

5/10

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