Im Oktober 1943 findet in der Bucht vor Philadelphia ein Experiment statt. Ein Wissenschaftler will Schiffe mit Hilfe elektromagnetischer Felder für das feindliche Radar unsichtbar machen. Der Versuch wird an dem Zerstörer "Eldridge" vorgenommen - doch etwas geht schief: Das Schiff ist nicht nur vom Radar, sondern auch in der Wirklichkeit verschwunden! Was ist mit der Besatzung geschehen…?
Das Philadelphia Experiment gab es wirklich in den letzten Kriegsjahren, als ein Schiff an zwei unterschiedlich Orte gebeamt wurde, die es rein aus maschineller Kraft nie erreichen konnte, wobei der reale Ablauf immer noch von US Militärs im Dunkeln gehalten wird. Die Geschichte des Films behandelt aber das Schicksal zweier Matrosen, die 41 Jahre in die Zukunft geschleudert wurden und sich plötzlich im Jahr 1984 wiederfinden. Dadurch entstehen ein paar recht amüsante Zeitclashanekdoten, wie bei Ronald Reagan, der von David als Schauspieler bezeichnet wird (was er ja 1943 auch war), oder das die USA mit Deutschland und Japan in Frieden lebt, aber Russland jetzt im kalten Krieg mit Amerika steht.
Produziert wurde das ganze von Horrorikone John Carpenter, wobei sich die Geschichte an ihr Science Fiction Metier hält. Um die Situation zu entknoten wird erstmal der damalige Versuchsleiter aufgesucht (was für ein Glück das der überhaupt noch lebt, sonst wäre der Film sehr schnell zu Ende). Als Begleiterin und Love Interest bekommt David noch die junge Nancy Allen an seine Seite. Die Story wird recht flott erzählt, auch wenn man ruhig noch mehr auf das Zeitreisenparadoxum eingehen könnte. Das Mysterium des wirklichen Experimentes wird allerdings leider nicht aufgeklärt, Regisseur Stewart Raffill hält sich streng an die fiktive Geschichte der zwei Matrosen, tut dies aber recht gut. Dazu gibts noch eine nette Prise Humor und so gehen die knapp 100 recht kurzweilig vorüber, da sogar Michael Pare in einer seiner ersten Rollen eine recht gute Leistung aufbringt.
7/10