In einem ehemaligen Nachtclub gehen seltsame Dinge vor sich. Der kleinwüchsige Olaf entführt hübsche, junge Damen, macht sie mit Heroin gefügig und bietet sie willigen Freiern als sexuelle Gespielinnen an. Ein junges Pärchen, das in einem der leerstehenden Zimmer eingemietet wohnt, fühlt sich bereits von den nächtlichen Unruhen gestört. Doch die Hausherrin Madam Lashe hat bereits ganz andere Pläne mit der hübschen, blonden Mieterin...
SINFUL DWARF ist ein dreckiger, kleiner, im Dänemark der 70er-Jahre produzierter Sleazestreifen ohne sonderlich viel Tiefgang, Sinn und Verstand oder Moral, der vor allem wegen seinem hohen Maß an Schmuddeligkeit für den geneigten Filmfan von Interesse sein dürfte. Die vernarbte Hausherrin, ein ehemaliger Musical-Star, säuft mit einer Freundin puren Wodka. Ihr kleinwüchsiger Sohn Olaf spielt dazu Klavier. Auf dem Dachboden betreiben die Beiden ein kleines Bordell, in dem sie gefesselte, an die Wand gekettete und mit Heroin betäubte Mädchen zum Sex anbieten. Auf eben jenem Dachboden spielt sich dann eine Mischung aus Schwedenporno und Folterkeller ab, ein paar Auspeitschungen und zwei-drei haarige X-Szenen inklusive (ja, tatsächlich Hardcore!).
Das Geschehen sieht lange so aus, dass immer wieder fremde Männer in dem Haus ein- und ausgehen, Gnom Olaf sie in den Dachbodenpuff geleitet, dann Bunga Bunga, das brave Pärchen meint "Was ist das denn für ein Lärm?" und das Spiel geht von vorne los. Dann irgendwann gerät die hübsche, blonde, obenrum üppig ausgestattete Mieterin Lady Lashe und Zwerg Olaf in die Fänge, woraufhin ihr Gemahl das Recherchieren beginnt.
Nicht wirklich spannend, nicht wirklich fesselnd, aber mit einer fiesen Verschlagenheit gesegnet, der man sich irgendwie nicht entziehen kann. Während wir Deutschen in den 70ern DIE LÜMMEL VON DER ERSTEN BANK und SCHULMÄDCHEN-REPORT glotzten, ballerten die Dänen derart gestörte Produktionen raus. Die müssen halt immer übertreiben die Dänen.
Gekrönt wird der 70er-Jahre-Exploiter von einem psychotischen Soundtrack, der garantiert auf einen schlechten Film bringt. Hatte man davor keine Psychose, hat man dann eine. Besonderes Augenmerk bedarf auch die Figur des Olaf: ein Kleinwüchsiger mit Krückstock und teuflischem Grinsen, der auf überaus psychisch uneinwandfreie Weise mit schrulligen Aufziehspielzeug spielt. Seine Gehhilfe findet im Laufe des Films noch besondere Verwendung, auf die ich aus Jugendschutzgründen aber nicht näher eingehen möchte (*hust*: Penetration).
"Tære!" (dänisch für: Schlampe)
Fazit:
Dwarfploitation!!! Dreckig, fies und ziemlich krank. Arg gepeitschtes Filmchen irgendwo zwischen BLOODSUCKING FREAKS und ENDSTATION HORROR.