Review

Ein Softcore-Machwerk in WIP-Ambiente, so öd wie ansonsten nur die Langeweiler von Lloyd Simandl. Obwohl der Film nur wenig mehr als länger 1 Stunde dauert, werden bereits 20 Min. mit der Einleitung verschwendet, deren längster Teil eine Sexszene im Hochglanzfoto-Stil ist. Die schauspielerischen Fähigkeiten der hübschen Damen spottet wieder einmal jeder Beschreibung, was nicht so schlimm wäre, wenn nicht die - nur sehr unglaubwürdig - vermittelten "seelischen Qualen" das einzige wäre, was zur Härte des Films beitragen kann, denn anders als in Jess Francos Genre-Klassiker werden keine Folterungen gezeigt. Lesbische Herumbalgereien und Hochglanzschwitzübungen, stark an Simandls statischen Stil erinnernd, ersetzen Story, Spannung und Sadismus. Die Musik ist passend schlechtes Synthiegedudel. Der Schauplatz ist wieder einmal das alte Fort, das von Franco - und zuletzt Bethmanns "Frauengefängnis IV" - bekannt ist. Die Verfolgungsjagd mit der vorbereiteten Falle (wie sie diese finden bleibt allerdings ein Rätsel) verwendet exzessiv die Zeitlupe, was mir immer besonders mißfällt. Bevor noch irgendetwas Böses geschehen ist, kommt es schließlich mühelos zum großen Happy End.
Fazit: dem Film fehlt alles was ein guter WIP-Film haben sollte, außer nackten Damen wird praktisch nichts geboten. (Insofern verwunderlich daß es noch keine X-Rated-Hartbox mit 4 Coverversionen gibt...) Eigentlich wären zwei Punkte genug, da wenigstens die Mädchen ansehnlich sind, bin ich großzügig und spendiere ich noch einen dritten.

Details