Eric und seine Mutter werden vom alkoholabhängigen Stiefvater tyrannisiert. Der Sohn muss ständig mit ansehen, wie er seine Mutter verprügelt usw.. Jahre später rächt er sich, indem er seinen verhassten Stiefvater umbringt. Doch er erlangt damit kein Seelenheil für sich oder seine verstorbene Mutter, sondern alles wird nur noch schlimmer, als Eric von einem Dämon und einem Engel getrieben, weitere Morde begeht. Er redet sich dabei ein, Frauen, die misshandelt werden, von ihren Qualen zu befreien und selbst seine Freundin gerät nach Jahren der Liebe in einer Minute des Hasses in Gefahr. Regisseur Michael Kallio zeigt in seinem Spielfilmdebüt die Entwicklung eines Schriftstellers zum Maniac aus dessen Sicht, da gibt es kein Rätselraten um den Killer. Oftmals werden Rückblenden eingefügt, um seinen Werdegang in Ansätzen nachzuvollziehen, während die Gegenwart von quälenden Visionen geprägt ist. Diese sind mit Farbeffekten und schnellen Schnitten zwar einer Musikvideoästhetik ähnlich, machen das in solch einem Film allerdings unglaubhaft und stellenweise richtig lächerlich. Der Soundtrack ist furchtbar beliebig bis aufdringlich und verstärkt diesen Eindruck noch. Horroratmosphäre sucht man hingegen vergeblich, alles ist adrett und bunt angerichtet, besonders der böse Dämon, der ihm immer wieder erscheint, wirkt aufgesetzt und albern geschminkt. Trotz der eigentlich interessanten Story baut sich keine wirkliche Spannung auf, die Morde sind zudem noch relativ harmlos umgesetzt, obwohl einiges an Blut fließt. Das liegt zum Teil an den schlechten Schauspielern, die es nicht verstehen, auch nur eine Szene in der Härte umzusetzen, die das Drehbuch verdient hätte. Zum anderen fiebert man nicht gerade mit einem der farblosen Charaktere mit, schon gar nicht mit dem wahnsinnig werdenden Eric, der als Figur am lächerlichsten präsentiert wird (Moppelchen in peinlicher Pseudobikeraufmachung) und keinen Identifikationsmoment bietet. Dialogzeilen wie "Geh weg, ich bin böse" bringen auch keine Pluspunkte und ein kurzer Cameoauftritt von Bruce Campbell (der das Werk produzierte) verpuffen in einer schwachen Inszenierung, die zwar für einen Independentfilm sehr professionell ist, aber an allen Ecken und Enden das Gespür dafür vermissen lässt, wie man die Ängste des Zuschauers weckt. Hier wurde eine Chance für eine gute Story (auf E.A. Poes Werken basierend) vertan, vielleicht sind neun Jahre Produktionszeit ein wenig zu viel gewesen, um sich nicht in Albernheiten zu verzetteln.
Fazit: Für Low-Budget sehr professionell, doch uninteressant umgesetzt. Insbesondere Fans von Bruce Campbell oder Gunnar Hansen sollten sich das ersparen. 4/10 Punkten