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Der entflohene Sträfling Jean schlüpft auf dem Bauernhof der Witwe Couderc unter und beginnt mit ihr eine Beziehung. Doch ihre benachbarte Schwägerin und das Dorf hegen Groll und Missgunst.


Neid und Eifersucht, Missgunst und Habgier haben nie zu etwas Gutem geführt. Auch in diesem ordentlich fotografiertem und hervorragend gespieltem Drama ist das nicht anders, obgleich es so einfach hätte sein können. Aber Menschen hassen offenbar gern und Dummes tun sie eh ständig.

Die bittere Atmosphäre auf dem Hof ist spürbar, wird lediglich unterbrochen, wenn sich Signoret und Delon näher kommen. Und die Entwicklung der Romanze wird schön dargestellt, so dass auch die Figurenentwicklung glaubwürdig erscheint. Leider passiert so wenig wirklich interessantes, dass der Film doch arg langatmig geraten ist, trotz der relativ überschaubaren Laufzeit. Erst die letzten 10 Minuten werden ein wenig spannender, retten das dröge Gesamtwerk aber nicht mehr. Die Handlung plätschert einfach vor sich hin, Höhepunkte sind, vom Finale abgesehen, nicht auszumachen.


Gepflegter Langweiler, fein gespielt. Die beiden Kinogrößen hätten mehr verdient als reines Mittelmaß.

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