Review

Tolle Wut


Der neue Sheriff kommt mitten im Winter in ein abgelegenes US-Kaff und muss mit ansehen, wie die hysterischen und sich fast alle etwas verdächtig und seltsam verhaltenden Kleinstadtbewohner nach den ersten Todesfällen gegeneinander beschuldigen Mörder oder gar Werwolf zu sein. Ist etwas dran am haarigen Mythos oder spielt in dieser besonderen Verfilmung des beliebten Gruppengames (u.a. produziert von Ubisoft) einer ein hinterhältiges Spiel? 

Genauso herzlich und empfehlenswert „The Wolf of Snow Hollow“ das Jahr eröffnete, kann es „Werewolves Within“ nun im selben Subgenre beinahe abschliessen. Genau die korrekte Melange aus Humor und Horror, mit vielen skurrilen Nebenfiguren bestreut, die winterlichen Gefilde passen momentan perfekt in die Jahreszeit, Fans des redseligen Gesellschaftsspiel kommen voll auf ihre Kosten, erkennen viele Momente sicher wieder, selbst wenn man sonst mit Grusel im Film vielleicht viel weniger anfangen kann. Milana Vayntrub hat sich sofort mein Herz unter den Nagel gerissen. Als ob Jordan Peele „Cluedo“ inszeniert. Murder Mystery mit klebrigen Härchen zwischen den Szenen. Spaßig, hysterisch, leicht bekömmlich und doch spannend genug. Zwischen Paranoia und fettem Grinsen. Die Hauptfigur kann man (ähnlich wie Mr. Rogers) nur lieben. Das Tempo ist hoch, die Verdächtigen sind vielzählig. Nur in Sachen wirklich blutiger Szenen und handfester Werwolfaction muss man (sicher auch budgetbedingt) etwas gnädig mit diesem erfolgreich zwischen den Stühlen sitzenden Winterwolfspezial sein. Der Weg ist das Ziel - und der macht eine Menge gute Laune!

Fazit: einer der sympathischeren Filme des Jahres und ein direkter Aufsteiger in meine Werwolf-„Bundesliga“. Schöne Balance! 

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