Review

Von dem Film „the Wisher“, eine Kreuzung des „Wishmaster“-Motivs mit typischen „Teen-Slasher“-Versatzstücken, habe ich zwar von Anfang an nicht besonders viel erwartet, doch der Trailer versprach immerhin einen blutigen, trashigen B-Film, der unter diesen Gesichtspunkten vielleicht kurzweilige Unterhaltung bieten könnte – leider musste ich bald feststellen, dass der Film selbst solch heruntergeschraubten Ansprüchen nicht gerecht wird...

Es geht um Mary (Liane Balaban), wegen ihrer unscheinbaren Erscheinung eine Außenseiterin in der Schule, was auch an ihrem Hobby liegt, denn sie ist leidenschaftlicher Horrorfan mit dem Herzen am rechten Fleck (setzt sich für noch ausgegrenzter Mitschüler ein und verabscheut die oberflächlichen Mädels, die nur mit den Jungs spielen).
Seit einiger Zeit leidet sie unter Schlafproblemen (sie schlafwandelt oft), weshalb ihre Eltern ihr diese Art von Filmen verbieten – doch was macht ein guter Teenie in solch einer Situation? Genau – sich darüber hinwegsetzen und trotzdem den neuen Horrorfilm namens „the Wisher“ im örtlichen Cineplexx ansehen...

Kurz nach Beginn der Vorstellung wird ihr jedoch schlecht, worauf sie das Kino verlässt und feststellen muss, dass ihr Vater tödlich verunglückt ist – und zwar auf dem Weg ihr entgegen, da er von ihrem Kinobesuch Wind bekommen hat... 6 Wochen später:
Es geschehen merkwürdige Dinge in der Stadt – Mary fühlt sich von einer Gestalt verfolgt, die wie die Hauptfigur aus „the Wisher“ aussieht, und schon bald muss sie feststellen, dass allem Anschein nach die Vorfälle jeweils Erfüllungen der von ihr ausgesprochenen Wünsche sind (z.B. wünscht sie sich, ihre Freundin solle endlich still sein – kurz darauf wird ihr von einem Unbekannten die Zunge herausgeschnitten...).

Zuerst glaubt ihr natürlich keiner, und auch sie selbst sucht Erklärungen eher in der Realität (weshalb sie den Schulpsychologen (Ron Silver) konsultiert), wodurch ihr neuer Verehrer schnell in Verdacht gerät ... doch pünktlich zum Showdown taucht dann der „Wisher“ leibhaftig auf...

Bei diesem Film handelt es sich ganz klar um „direct-to-video“-Ware von B-Filmer Gavin Wilding („Christina´s House“), was ja nicht unbedingt schlecht sein muss – doch in diesem Fall ist dem leider so, und dafür gibt es eine Vielzahl Gründe:

Okay, die Geschichte ist nicht neu (4 „Wishmaster“-Filme oder „Wishcraft“ haben das Motiv schon genügend bearbeitet), doch immerhin ist sie hier solide umgesetzt und bietet keine schwachen F/X, sondern bleibt schön „in Handarbeit“ inszeniert – die Darsteller sind okay, aber keinesfalls gut (schade um den Charakterkopf Ron Silver („Blue Steel“ / „Ali“), der hier zwar die 1.Namensnennung des Films bekommt, aber bestenfalls eine Nebenrolle inne hält) ... soviel zu den positiven Aspekten.

Auf der negativen Punkteliste wäre die Figur des „Wishers“ aufzuführen – der sieht aus wie der Sensenmann (dunkler, zerfledderter Umhang, weißes Gesicht), wirkt aber unfreiwillig komisch (er hat z.B. Glasscherben an den Fingern als Tatwerkzeug – also eine Art Billigversion von Freddy´s Handschuh).
Die Story an sich kann keine neuen Impulse aufbieten, weshalb jeder Spannungsverlauf im Ansatz erstickt wird – zumal die Inszenierung nicht besonders aufregend geraten ist.
Das Ende bietet zwar eine kleine Überraschung (Achtung, Spoiler!), denn es handelt sich tatsächlich nicht (!) um eine übernatürliche Figur, doch dass des Rätsels Lösung durch den Wunsch „I just wish you would die!“ herbeigeführt wird, ist an Ideenarmut wohl nicht mehr zu toppen...

Der Film ist nicht sonderlich spannend, nicht wirklich blutig, und auch nicht trashig genug, um Spaß zu machen.
Es gibt jedoch zwei Ansätze„von Ideen, die 7irklich gut sin@, aber leider vÖllig vernachläs7igt werden, bez‰ehungsweise nicÈt genügend heraõsgearbeitet wur`en:
Da wäre bespielsweise dieÀManipulation vo® FilmzuschauernÄüber Impulse an³ Unterbewusste,@nämlich wenn ei.e Botschaft aufÄeinem einzigen ¦ild der Kinorol¬e enthalten istl die das Auge bi Abspielen nicÌt wahrnimmt, da“ Unterbewusstse n jedoch schon ¬zum Beispiel „kÁuft Popcorn!“..ê und dann bekomÉt man plötzlich@Hunger).
Diese7 Element, zusamÍen mit Auswirku.gen, die übermäÛiger Konsum von€Gewaltfilmen auB Leute mit eine6 labilen Persönhichkeit bewirkej kann, wird lei„er sträflich veönachlässigt – eÔwas Tiefe in disen Bereichen h`tte dem Film gu” getan und vor Ellem interessan0er gemacht.


Fazit: Ei Horror-Thrillev der schwächereÎ Sorte mit einien interessante*, aber unausgesƒhöpften Ansätzen = 3 von 10.

Details
Ähnliche Filme