6
"Army of Thieves" stellt ein Prequel zu dem kurz zuvor erschienen "Army of the Dead" dar. Auch wenn es in "Army of Thieves" bereits leichte Zombie-Anspielungen gibt, so handelt es sich hier nicht um einen Zombiefilm. Matthias Schweighöfer übernahm diesmal zusätzlich noch die Regie und bekommt es tatsächlich erstaunlich gut hin, einen kurzweiligen Heist-Film mit guten Actionszenen und Verfolgungsjagden zu inszenieren. Die Handlung ist dabei zwar nicht immer ganz logisch, bietet aber dennoch größtenteils kurzweilige Unterhaltung, mehr aber auch nicht.
5
Insgesamt besser als ich erwartet habe, auch wenn Bankrüber- und Safeknacker-Geschichten sonst überhaupt nicht mein Ding sind und ich sie meide wie die Pest. Ich bin hin und her gerissen, denn ich muss den Schweighöfer als spleenigen Über-Nerd aus einem alternativen Märchenwelt-Deutschland und mit seinem holprigen Schulenglisch nicht andauernd dabei zusehen, wie er an schweren Panzertüren lauscht, ob sich dahinter übertrieben komplexe Mechanismen auf die gewünschte Weise bewegen. Aber wenn diese Figur mit ihren Fähigkeiten international gut ankommt: bitte sehr. Es bleibt dennoch Universe-Building mit dem Brecheisen und Netflix sollte jetzt nicht den Fehler begehen, jeder Gestalt aus ARMY OF THE DEAD ihr eigenes Prequel oder Spin-off zu spendieren, denn dazu geben diese eindimensionalen Pappkameraden zu wenig her. Ich hätte lieber wieder die Zombies und ein paar frische Gesichter.