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Sam, die als Jugendliche von ihrer Mutter im Stich gelassen wurde, hat sich zur gefragten Profikillerin in Diensten der Firma gemausert. Doch als sie den letzten Auftrag jemanden aus einer mächtigen Familie tötet und den Folgeauftrag in den Sand setzt, wird sie nicht nur zu Freiwild erklärt, sie hat auch noch ein 8-jähriges Mädchen zu beschützen.


Das noch in den nächsten Jahren diverse Filme im Fahrwasser von John Wick entstehen werden, ist völlig logisch. Und wenn sie gelingen, wie Gunpowder Milkshake soll mir das Recht sein. Der Killer-Actioner mit viel Frauen-Power hat für mich genug Eigenständigkeit und Klasse, um sich mehr als ausreichend abzugrenzen.

An erster Stelle muss mal der großartige Cast rund um Hauptdarstellerin Karen Gillan genannt werden, von denen mir Carla Gugino als Bibliothekarin am besten gefallen hat. Michelle Yeoh ist eine Bank, wirkt aber etwas unterfordert. Und die junge Chloé Coleman, zum Zeitpunkt des Drehs deutlich älter als achtdreiviertel Jahre, ist mit ihren nunmehr 17 Jahren auch schon dick im Geschäft. Lediglich Angela Bassett wirkt etwas steif im Gesicht, aber sie hat im Film auch nicht viel zu lachen.


Neben diversen halbwegs gelungenen Gags und Onelinern punktet der Film vor allem mit den Action-Sequenzen, die sehr einfallsreich und teils auch recht blutig geraten sind. Die Verfolgungsjagd im Parkhaus ist wirklich gut gemacht, die Ballerei mit Handicap beim Doc ist witzig und das Zeitlupenfinale schlicht cool.

Sehr gut gepasst hat für mich auch die Musik, die ab und an etwas Verspieltes hat und auch mal Anleihen bei Ennio Morricones Western-Style nimmt.

Dass die Grundstory nichts neues bietet, stört nicht weiter, das Rad muss nicht immer neu erfunden werden. Dafür zeigt Studio Babelsberg mal wieder, dass auch hierzulande produzierte Actionfilme was auf dem Kasten haben und sich sehen lassen können.


Unterhaltsam, kreative Action, klasse Frauen-Power. Macht richtig Laune.

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