Review

Inhalt (englische Fassung):

China, 1900. Die Kaiser-Witwe Tsu-Hsi, auch bekannt als CiXi, hat den rechtmäßigen Kaiser, ihren Neffen, internieren lassen. Dies zieht eine Strafexpedition der Truppen acht ausländischer Mächte nach sich, die den Süden des Landes besetzen!

Die schöne Chu Ying (Kuo Shu Chuan), sie gehört der Widerstandszelle des Arztes und bürgerlichen Revolutionärs Sun Yatsen an.
Und diese hat ihr Hauptquartier in der japanischen Hauptstadt Tokyo, hat dort ihr Exil. Und dort wird über das weitere Vorgehen, nach dem Einfall ausländischer Truppen, beraten. Ziel der Rebellen ist es, ein unabhängiges, freies China zu schaffen..., und dazu muss auch die seit über 260 Jahren herrschende, verhasste manchurische Qing-Dynastie gestürzt werden!

Wieder in China, steht Chu Ying, die sich von ihrem Mann (Chiang Ming), einem Intellektuellen, trennt, um diesen nicht in Gefahr zu bringen..., ein herausragender KungFu-Kämpfer zur Seite: Shu Shi-Lin (Jimmy Wang Yu).
Dieser infiltriert sich als Offizier in die Armee eines manchurischen Statthalters (Yee Yuen), nimmt Kontakt mit einem Verbindungsmann (Shan Mao) auf, und die ca. 100 Mann unter seinem Kommando..., sind Rebellen!

Es kommt zu einem überaus heftigen und äußerst blutigen Kampf zwischen dieser rebellischen Einheit und den Qing-Soldaten!
Der Zeitpunkt dieses Aufstands musste vorgeschoben werden, so konnte Chu Jing diesen Männern um Shu Shi-Lin keinen Entsatz bieten. Die Qing bleiben siegreich, und Shu Shi-Lin wird auf grausame Art hingerichtet!

Nunmehr obliegt es Chu Jing und wenigen Männern, gegen einen weiteren Qing-Statthalter (Tsui Fu-Sheng) vorzugehen. Und es gibt einen Verräter..., was für Chu Jing denn noch eine böse Überraschung birgt.
Ein blutiges Drama nimmt nunmehr seinen Lauf...........


Fazit:

Meine kleine Wang Yu-Retrospektive geht weiter.....

Im Jahre 1972 drehte Regisseur Ting Shan-Hsi für das Label "First Films" in Hongkong diesen knallharten, blutigen Eastern-Actioner mit Jimmy Wang Yu und Kuo Shu Chuan in den Hauptrollen!

In düster gehaltenen Bildern, oft indoor im japanischen Hauptquartier der Revolutionäre Sun Yatsens oder mehrheitlich in den Residenzen der Qing, erzählt Ting Shan-Hsi ziemlich routiniert, eine Storyline, die sich wohl relativ locker an Geschehnisse während der Endphase der manchurischen Herrschaft in China anlehnt.
Ting Shan-Hsi ist aber weniger an einem historisch korrekten Film gelegen..., sein Streifen ist ein reiner, eisenharter und blutiger Actioner, und Ting lässt es da richtig krachen..., 94 Minuten Laufzeit, davon fast die Hälfte reinste, geilste Action!

Wang Yu spielt eine der beiden Hauptrollen, cool-lässig agiert dieser Darsteller mit gewohntem, müdem Blick. Und lässt ebenso gewohnheitsmäßig denn wieder die Kampf-Sau raus..., und prügelt sich durch diesen Actioner!
Er ist ein Revolutionär in seinem Rollen-Bild..., und das eigene Leben zählt da denn auch wenig. Heroisch geht denn Wang Yu in den Tod..., als er auf grausame, manchurische Art ala David Chiang in "Die Blutsbrüder des gelben Drachen" (siehe mein Review auf dieser website) hingerichtet wird!

Eigentlicher Star dieser Produktion aber ist die Darstellerin Kuo Shu Chuan, die hier an der Seite von Wang Yu ein weiteres Mal überzeugt.
Mutig im Handeln, resolut in der Ansprache..., und sie fightet technisch gut und verzweifelt gegen eine zahlenmäßige Übermacht. Kuo Shu Chuan steht denn personell sogar eher im Zentrum dieses Streifens als SuperStar Wang Yu!

Chiang Ming ist in einer besonderen Rolle zu erleben, ein Meister der Täuschung.
Yee Yuen in typischer Villain-Darstellung, Tsui Fu-Sheng ein schmierig-korrupter Qing-Bürokrat. Doch ist der Bösewicht hier in diesem Film denn letztendlich eine ganze Armee, gegen die sich die Helden in einem nahezu aussichtslosen Kampf stellen...!

Das ist alles nur der Unterbau. Hauptsächlich geht es hier um harte, blutige Action!
In langgezogenen, dynamischen und hochintensiven Sequenzen wird hier geschlagen, gestochen und aufgeschlitzt..., werden brutal-harte Fights geboten..., das Finale ist in zwei dramatische, lange andauernde Massaker unterteilt, und bietet Action-Total fast nonstop!

Um KungFu geht es dabei weniger..., vielmehr wird mit Bajonetten, Säbeln und Speeren aufeinander losgegangen, werden die Beteiligten damit "gründlich" getötet..., und auch mit Feuerwaffen und Handgranaten wird einem hier extrem hohen Bodycount Rechnung getragen.
Also ich habe ja in meinem Leben Hunderte Eastern gesehen, aber derartigen Drive in langen Takes perfekt choreographiert..., eine derartige Intensität in der Action, die sucht man selbst in diesem Genre oft vergebens, vergleicht man "Chow-Ken" ("Wang Yu und die Söhne des Himmels") mal mit etlichen anderen Produkten dieses Genres, boah!
Die Action fetzt..., die Intensität, der Drive und Länge dieser Fights lässt das Herz jedes Eastern-Fans höher schlagen..., mir ging es jedenfalls so!

"Chow-Ken" ("Wang Yu und die Söhne des Himmels") ist ein bemerkenswerter Beitrag zum Genre..., mit routiniert-flüssig umgesetzter wenngleich dezent im Umfang gehaltener Story, einem gewohnt rau-coolem Wang Yu, einer starken Kuo Shu Chuan..., und vor allem hochintensiver, knallharter Action...!

8,5/10.

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