Werden dem Menschen Vertrautheit und somit sichere Anker des Alltäglichen entzogen, reagiert er naturgemäß mit Angst bis hin zu Panik, - der Grundzutat eines nahezu jeden Horrorfilms. Dies versteht Regisseur und Co-Autor Peter Daskaloff zügig zu etablieren, doch daraufhin gehen ihm zusehends die kreativen Kniffe aus.
Sharyn (Ashlynn Yennie) erwacht nach einer Not-OP in einem kargen Kellerraum auf einem Krankenbett fixiert, wo ihr ein Serum intravenös zugeführt wird. Rasch lernt sie den leitenden Arzt (Louis Mandylor) und einige weitere Patienten kennen. Regelmäßig werden diese körperlicher Folter ausgesetzt und scheinen kurz darauf komplett genesen. Doch wohin sollen diese Experimente führen und warum ausgerechnet Sharyn?...
Anfangs lernt man einen Erhängten kennen, dessen genaueren Umstände später noch ein wenig durchleuchtet werden. Einige wenige Rückblicke bringen etwas Licht ins Dunkel und bilden die wenigen Exkurse aus der klaustrophobischen Umgebung heraus, welche auf Dauer recht eindimensional rüberkommt. Sterile, dunkle Flure, gleich aussehende Türen und ebenso spartanisch eingerichtete Räume dahinter. Auch von den wenigen anderen Anwesenden erfährt man lediglich Oberflächliches und so geht Sharyn aus verständlichen Gründen zunächst den bohrenden Fragen nach.
Trotz vager Informationen und rar gesäter Flashbacks wird an einigen Stellen früh das Offensichtliche angedeutet und mit zunehmender Dauer bestätigt. Dazwischen gibt es einige kleine Gewaltspitzen wie amputierter Unterschenkel oder Kehlenschnitte, jedoch ist beileibe kein Folterfest oder Splattergelage zu erwarten, wobei die handgemachten Effekte durchaus überzeugen. Zumindest eher als einige CGI gen Showdown, die das augenscheinlich geringe Budget des Werkes untermauern.
Während der Score allenfalls zweckdienlich ausfällt und rein gar nicht auffällt, geht die darstellerische Komponente in Ordnung. Yennies Leistung definiert sich eher über physische Befindlichkeiten, während Mandylor den beinahe schon schelmisch selbstsicheren Arzt sehr versiert gibt und dabei glücklicherweise nicht ins Overacting abdriftet.
Insgesamt fällt der Eindruck durchwachsen aus, denn speziell im Mittelteil gehen dem Stoff die Ideen aus und es stellt sich etwas Leerlauf ein und auch halten sich spannende Momente in Grenzen. Die Pointe ist alles andere als neu und entpuppt sich als früh erahnbar, während dem Weg dorthin schlicht die markanten Eckpfeiler fehlen.
Ein kaum nennenswerter Lückenfüller, den man prinzipiell auslassen kann, weil nach der einladenden Prämisse nicht mehr viel folgt.
4 von 10